»Don’t Chicken Out!« – Protest für den Tierschutz vor dem EU Parlament. Am 11. Februar 2025 haben sich Tierschutzorganisationen aus ganz Europa in Straßburg versammelt, um gegen die unzureichenden Tierschutzmaßnahmen der EU zu protestieren. Aktivisten fordern mit einer eindrucksvollen Aktion eine umfassende Reform der Gesetzgebung – weg von Käfighaltung, hin zu mehr Tierrechten. Foto: »L214«, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber
»Don’t Chicken Out«: #Animal #Society fordert das Europäische Parlament zum Handeln auf
#Straßburg, 11. Februar 2025
Vor dem Europäischen Parlament in Straßburg versammelten sich Aktivisten von #Animal #Society und 9 weiteren europäischen Tierschutzorganisationen, um eine umfassende Reform der EU Tierschutzgesetzgebung zu fordern. Die Protestaktion mit dem Motto »Don’t Chicken Out« kritisiert das Einknicken der EU Institutionen vor der Agrarlobby und appelliert an die Abgeordneten, sich für eine ehrgeizige Reform stark zu machen.
Eine symbolische Protestaktion im Herzen Europas
Die Aktivisten versammelten sich vor dem Europäischen Parlament in Straßburg, um mit einer eindrucksvollen Inszenierung auf die Missstände in der intensiven Tierhaltung aufmerksam zu machen. Verkleidet als Hühner inszenierten sie eine symbolische Abstimmung für den besseren Schutz landwirtschaftlich genutzter Tiere. Hinter einem großen Banner mit der Aufschrift »Don’t Chicken Out« riefen sie dabei mit der Forderung »Uncage the Animal Welfare Law« zur Abschaffung von Käfigen auf – eine grausame Praxis, unter der noch immer Millionen von Hennen, Kaninchen und Sauen in Europa leiden.
An der Protestaktion nahmen verschiedene europäische Tierschutzorganisationen teil, darunter Animal Society (Deutschland), Green Rev (Polen), Ethical Farming Ireland, CAAI (Bulgarien), Obraz (Tschechien), FREE (Rumänien), Project 1882 (Schweden), Frente Animal (Portugal) und Essere Animali (Italien). Auch zahlreiche Abgeordnete, darunter Manuela Ripa (EVP) und Jutta Paulus (Grüne) aus Deutschland, unterstützen die Aktion.
Ein gebrochenes Versprechen
Im Jahr 2020 versprach die EU im Rahmen der »Farm to Fork« #Strategie eine ambitionierte Reform der Tierschutzgesetze. Geplant waren vier neue Verordnungen sowie ein Verbot der Käfighaltung bis 2027. Ein durchgesickerter Bericht zur Folgenabschätzung der EU Kommission sprach zudem von einem Ende bestimmter grausamer Praktiken wie Schwanzkupieren, Kastration ohne Betäubung und extremen Besatzdichten.
Doch unter massivem Druck der #Agrarlobby wurde 2024 lediglich ein Vorschlag zur Regelung des Tiertransports eingebracht – während die dringend nötigen Reformen in der Haltung, Schlachtung und Kennzeichnung gestrichen wurden. Der zuständige EU Kommissar für Tierschutz, Olivér Várhelyi, deutet lediglich eine unvollständige Revision an, ohne konkrete Maßnahmen oder Zeitpläne vorzulegen.
Veraltete oder nicht existierende Tierschutzgesetze
Die europäische Gesetzgebung zum Tierschutz ist veraltet und unvollständig. Zahlreiche grausame Praktiken sind weiterhin erlaubt, darunter …
Viele Tierarten – darunter #Rinder, #Truthähne, #Kaninchen und #Fische – sind von jeglichem gesetzlichen Schutz ausgeschlossen.
Vergessene Tiere, ignorierte Bürger
Thomas Hecquet, Vorstandsvorsitzender von Animal Society, erklärt: »Die EU hat sowohl die Tiere als auch die Menschen in Europa im Stich gelassen. Mehr als 1,4 Millionen Menschen forderten 2021 mit der Europäischen Bürgerinitiative ›End the Cage Age› ein Ende der Käfighaltung. Doch stattdessen haben wirtschaftliche Interessen der intensiven Landwirtschaft die politischen Entscheidungen überschattet. Es ist höchste Zeit, dass das Europäische Parlament und die Kommission endlich handeln und Verantwortung übernehmen.«
Unterstützung durch die Kampagne »Act For Animals«
Animal Society setzt sich kontinuierlich für eine verbesserte Gesetzgebung im Bereich Tierschutz ein. Bereits Ende 2023 startete die Organisation die Kampagne »Act For Animals«, um die EU Kommission daran zu erinnern, ihre Versprechen einzuhalten und eine neue Gesetzgebung vorzulegen. Bürger sowie Mitglieder des EU Parlaments können die Kampagne aktiv unterstützen und ein Zeichen für den Schutz der Tiere setzen. Mehr …
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 89 Prozent der Europäer lehnen die #Käfighaltung ab, 84 Prozent fordern einen besseren gesetzlichen Schutz für Tiere und 90 Prozent sind der Meinung, dass landwirtschaftliche Praktiken ethische Mindeststandards erfüllen sollten.
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