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ZDF Politbarometer Februar I 2025
#Mainz, 7. Februar 2025
Die #Union hat in der vergangenen Woche einen Antrag für schärfere Maßnahmen im Bereich #Flüchtlinge und #Asyl in den #Bundestag eingebracht, für den sie in Kauf nahm, nur mit den Stimmen der »AFD« eine Mehrheit zu erhalten. 50 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass dieses Vorgehen für die Demokratie in Deutschland eher schlecht ist, darunter 77 Prozent der SPD Anhänger, 85 Prozent der »Grünen« Anhänger und 89 Prozent der »Linken« Anhänger. Insgesamt 24 Prozent beurteilen den Schritt der Union als gut und für 22 Prozent spielt das keine große Rolle für unsere #Demokratie (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils »weiß nicht«).
Geht es um die Erwartungen einer zukünftigen Zusammenarbeit von CDU und »AFD«, sind sich die Befragten uneins: 50 Prozent glauben, dass die CDU an ihrem Parteitagsbeschluss von 2018 festhalten und auf Bundesebene weiterhin eine politische Zusammenarbeit mit der »AFD«ablehnen wird, 43 Prozent sind gegenteiliger Ansicht. In der Unions Anhängerschaft geht hingegen eine klare Mehrheit (79 Prozent) davon aus, dass die CDU auch in Zukunft im Bund nicht mit der »AFD«zusammenarbeiten wird (doch: 18 Prozent).
Bereitschaft von SPD und »Grünen« für eine Koalition mit der Union
Trotz des Vorgehens der CDU/CSU und ihres Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz im Bundestag letzte Woche meint ein Großteil der Befragten, dass sowohl die SPD (66 Prozent, nein 28 Prozent) als auch die »Grünen« (60 Prozent, nein 35 Prozent) nach der Bundestagswahl bereit sind, eine Regierung mit der Union unter Merz einzugehen. Die Anhänger von SPD (ja 70 Prozent, nein 23 Prozent) und »Grünen« (ja 68 Prozent, nein 30 Prozent) glauben das jeweils sogar noch etwas häufiger.
Projektion: nur wenig Bewegung
Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, läge die SPD bei 15 Prozent (unverändert) und die CDU/CSU wieder bei 30 Prozent (plus 1). Die »Grünen« kämen auf 15 Prozent (plus 1), die FDP würde 4 Prozent (unverändert) erreichen, die »AFD« 20 Prozent (minus 1) und die »Linke« 6 Prozent (plus 1). Das »BSW« stünde bei 4 Prozent (unverändert) und die anderen Parteien erhielten zusammen 6 Prozent (minus 2), darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erzielen würde. Von den politisch wahrscheinlichen Koalitionen würde es damit nach wie vor sowohl für eine Regierung aus Union und SPD als auch für eine Regierung aus Union und »Grünen« reichen.
Gewünschter Bundeskanzler
Auch bei der K Frage gibt es kaum Veränderungen: Gefragt, wen man von den 4 Kandidaten am liebsten als Bundeskanzler/in hätte, liegt Friedrich Merz mit 32 Prozent (plus 2) weiterhin vor Robert Habeck mit 24 Prozent (unverändert). Es folgt Olaf Scholz mit 18 Prozent (minus 2) und Alice Weidel, die von 13 Prozent (unverändert) präferiert wird. Spitzt man die K Frage auf jeweils zwei Kanzlerkandidaten zu, dann ist in der Gegenüberstellung Scholz und Merz der Abstand von Scholz mit 43 Prozent (minus 2) zu Merz mit 48 Prozent (plus 3) wieder etwas größer geworden. Vor die Wahl gestellt, sich zwischen Merz und Habeck als nächstem Bundeskanzler entscheiden zu müssen, liegt Merz mit 49 Prozent (plus 2) wieder etwas deutlicher vor Habeck mit 40 Prozent (minus 1).
Top Ten: zumeist geringfügig weniger negatives Urteil
Bei der Beurteilung von Politikerinnen und Politikern nach Sympathie und Leistung (»Was halten Sie von?«) steht Verteidigungsminister Boris Pistorius weiterhin mit Abstand auf Platz 1. Er wird auf der Skala von plus 5 bis minus 5 mit einem Durchschnittswert von 2,1 (hier und im Folgenden Vergleichswert aus Januar III 1,8) eingestuft. Auf Platz 2 kommt mit 1,0 (0,9) Hendrik Wüst. Danach folgen – bereits im Negativbereich – Markus Söder mit minus 0,2 (minus 0,3), Robert Habeck mit minus 0,3 (minus 0,4), Friedrich Merz mit minus 0,5 (minus 0,6) und Annalena Baerbock mit minus 0,6 (minus 0,7). Olaf Scholz findet sich mit minus 0,7 (minus 0,8) auf Platz sieben, dann kommen Christian Lindner mit minus 1,5 (minus 1,3) und Sahra Wagenknecht mit minus 1,7 (minus 1,7). Schlusslicht bleibt Alice Weidel mit minus 2,8 (minus 2,6).
Parteikompetenzen: Flüchtlinge/Asyl und Wirtschaft
Im Wahlkampf dreht sich gegenwärtig Vieles um das Thema Flüchtlinge und Asyl. In diesem Bereich wird der CDU/CSU mit 29 Prozent die meiste Kompetenz zugesprochen, 17 Prozent setzen auf die Flüchtlingspolitik der SPD, 16 Prozent auf die der »AFD«, 13 Prozent auf die der »Grünen« und 7 Prozent sagen explizit »keine Partei« (keine andere Partei mit jeweils mehr als 6 Prozent). Geht es hingegen um das Thema #Wirtschaft, über das im Wahlkampf derzeit vergleichsweise wenig gesprochen wird, hat die Union einen deutlich größeren Kompetenzvorsprung: 37 Prozent der Befragten favorisieren die Wirtschaftskonzepte der CDU/CSU, 13 Prozent vertrauen hier am ehesten der SPD, 9 Prozent den »Grünen« und lediglich 8 Prozent der »AFD« (keine andere Partei mit jeweils mehr als 4 Prozent). 14 Prozent sehen sich in diesem Bereich bei keiner Partei gut aufgehoben.
US Zölle auf europäische Importe
US Präsident Donald Trump droht den Ländern der Europäischen Union mit einer deutlichen Anhebung von Zöllen auf europäische Importe. Sollte es zu dieser Zollerhöhung kommen, schadet das nach Meinung von 80 Prozent der Befragten der Wirtschaft in Deutschland stark oder sehr stark. 17 Prozent erwarten hingegen nur geringe oder keine negativen Auswirkungen auf unsere Wirtschaft.
Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 4. bis zum 6. Februar 2025 bei 1.341 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch und online erhoben. Dabei wurden sowohl Festnetznummern als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund plus minus 3 Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund plus minus 2 Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: SPD 16 Prozent, CDU/CSU 31 Prozent, »Grüne« 21 Prozent, FDP 4 Prozent, »AFD« 14 Prozent, »Linke« 7 Prozent, »BSW« 4 Prozent. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, 14. Februar 2025.
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