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Überraschend aktuell: Hubert Deittert (CDU) 2002 über Per­spek­ti­ven und Chancen für GüterslohZoom Button

Foto: Christian Schröter, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber

Überraschend aktuell: Hubert Deittert (CDU) 2002 über Per­spek­ti­ven und Chancen für Gütersloh

Überraschend aktuell: Hubert Deittert (CDU) 2002 über Per­spek­ti­ven und Chancen für Gütersloh

#Gütersloh, Juni 2002

Am 23. Juni 2002 sprachen wir mit dem Bun­­destagsabgeordneten #Hubert #Deit­­tert (CDU) über die Per­spek­ti­ven und Chancen der Unions­po­li­tik, insbesondere im lokalen Bezug auf Gütersloh und Umgebung.

Herr Deittert, was genau tun Sie als Abgeordneter des Bundes­tages in Berlin?

Ich bin Mitglied im Ausschuss für #Verkehr, #Bau und #Wohnungswesen – hier liegt mein Schwerpunkt im Be­reich #Ver­kehrs­planung und Entwick­lung des ländlichen Raumes. Ich setze mich hier konsequent für die Ent­wicklung des Infrastruktur unseres Kreises ein.

Aktuell interessiert uns natürlich, was Sie in Bezug auf Gü­tersloh für Chancen und Per­spek­ti­ven angesichts der allmählich dra­ma­tisch werdenden Lage sehen. Immer mehr #Geschäfte schließen, in der #Gastronomie ist wenig los – die Leute kaufen wenig. Was kann die Bundespolitik und vor allem Ih­re Partei im Falle eines Wahlsieges dazu beitragen?

Grundsätzlich mei­­ne ich, dass die #Wirtschaft #Luft zum #Atmen braucht. In Gütersloh gibt es ge­nug kreative Unternehmen, die etwas tun wollen – wir dürfen sie nicht durch #Überregulierung und #Über­besteuerung abwürgen.

Was können Sie konkret unseren Gütsler Gastronomen und Einzelhändlern sagen?

Zunächst wird unser 3 Säulen Modell greifen. Bei­spielsweise sollen mit der ersten Säule geringfügig Be­schäf­tig­te bis zu 400 Euro abgabenfrei verdienen dürfen – das Handling für die Arbeit­ge­ber wird deutlich vereinfacht. Da­durch können in der Gastronomie und im #Einzelhandel Spitzen abgebaut werden – es finden sich wieder Men­schen, die solche Jobs annehmen und das verdiente Geld fließt zurück in die lokale Wirtschaft. Die Verdien­ste aus solchen Jobs wurden immer schon für die #Freizeit und für zusätz­liche Anschaffungen ausgegeben – das kommt den Gütersloher Unter­neh­men also direkt zugute. Grund­sätz­lich sehe ich, dass das Vertrauen in die Zukunft fehlt – es ist keine Perspektive vor­handen. Wir wollen die Basis für #In­ve­stitionen schaffen – das geht nur, wenn die Wirt­schaft wieder Per­­spek­­ti­ven hat. Dann – wie gesagt – soll unser 3 Säulen Modell den #Ar­beits­markt beweglicher machen – ich meine, dass jemand der arbeitet, deutlich mehr Geld haben muss, als jemand, der nicht arbeitet. Um die lokale #Kon­junk­tur anzukurbeln, sollen die Men­schen netto mehr Geld in der Tasche haben – dazu kämpfen wir für eine aus­gewogene Steuer­re­form und werden die nächste Stufe der Ökosteuer nicht umsetzen.

Was uns auffällt, ist, dass die Leute in Gütersloh wenig kau­­fen und wenig ausgehen – aber Auto­fahren tun sie weiterhin und immer mehr.

Das letzte, woran gespart wird, ist das Statussymbol #Auto – was dort durch die hohen Ben­zinpreise, nicht zuletzt wegen der #Öko­steuer, mehr ausgegeben wird, fehlt natürlich dann an anderer Stelle. Das bekommt die #Wirt­schaft zu spüren.

Scheinbar ist aber immer noch reichlich Geld vorhanden – ständig sieht man Werbung für #Fi­­nanz­­­dienstleister.

Wie schon gesagt, fehlt den Menschen die Per­spek­tive – sie haben Angst vor der Zukunft. Die Sparquote steigt dadurch – die Leute legen ihr Geld beiseite. Deshalb wer­den Finanz­dienst­leistungen tatsächlich verstärkt in Anspruch genommen.

Die Gütersloher sind stark verunsichert – vor allem na­tür­lich auch durch die ständigen Plei­ten wie von #Worldcom oder lokalen Un­ternehmen wie #Flöttotto. Außerdem fällt uns auf, dass immer mehr mittel­stän­di­sche #Unter­neh­men von Kon­zernen auf­gekauft werden.

Viele globale Kon­­­zerne haben die Bodenhaftung verloren – denken Sie nur an die #Bi­lanz­­manipulationen! Die #Glo­ba­li­sie­­rung führt eben zu Großkonzer­nen – durch Firmenzu­käu­fe wird ver­­sucht, die Konzerne zu stabilisieren. Viele Mittelständler haben kein Ver­­trau­en mehr in die Zukunft und ver­kaufen lieber heute als morgen ihr Unternehmen. Da muss ein Ruck her. In Gütersloh sind viele positive Bei­­spie­le vorhanden – lokale Unter­­neh­men, die global tä­tig sind. Durch eine Senkung der Ab­ga­ben­last und ein ausgewogenes Steu­er­recht müssen wir das stärken. Ed­mund #Stoiber und Lothar #Späth haben übrigens ein interessantes Kon­­zept vorgelegt: Sie wollen eine Be­stands­aufnahme der #Bürokratie für Unternehmen machen und sehen was zusätzlich nötig ist und was vor allem abgebaut werden kann. Letztlich müssen die Men­schen mehr Kaufkraft, mehr Hoff­nung und Ver­trau­en in die Zukunft erlangen. Wir dürfen außerdem nicht noch mehr Lasten auf Städte und Ge­meinden verschieben – dazu ge­hö­ren die #Ge­werbesteuerumlage, die #Hebe­sätze und die #Grund­si­che­rung. Las­sen Sie mich nochmals auf den Ein­zelhandel eingehen: Ich meine, dass die Steuerlast für Ein­zel­unter­nehmen nicht höher sein darf, als die für Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten … wir brauchen dringend weniger Büro­kra­tie und müssen die #Kaufkraft durch die geringfügig Be­schäf­tig­ten stärken. Dann kommt die Wirt­schaft auch wieder ans Brum­men. Wir wollen mit den Menschen mehr aus Deutschland machen – dazu müssen wir ihnen Luft lassen und die Rahmenbedingungen schaf­fen.

Wie schätzen Sie die Chan­cen der Union bei der Bundes­­tags­wahl ein?

Wir haben eine gu­te Chan­cen, die #Wahl zu gewinnen. Wich­tig ist aber, dass niemand glaubt, wir hätten schon gewonnen. Die Leu­te – also auch die Gü­tersloher – müssen zur Wahl gehen. Nur so kann die #Demokratie leben.

Vielen Dank für das Ge­­spräch. Wir werden versuchen, beim nächsten Mal Klaus Brandner von der SPD zu diesem Thema zu interviewen – gefragt sind Konzepte, die sich auch in Gütersloh auswirken.

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