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#Thalia #Theater #Hamburg: fulminanter Abschluss der Lessingtage 2025
Hamburg, 3. Februar 2025
Die 10 internationalen #Gastspiele aus #China, #Usbekistan, #Iran, #Belgien, der #Ukraine, #Griechenland, #Österreich und #Großbritannien lagen weit über den Erwartungen und erzielten eine Auslastung von 89,5 Prozent. Diese eindrucksvollen Aufführungen wurden von einem vielfältigen Publikum aus unterschiedlichsten Communitys begeistert besucht.
Joachim Lux: »Die 16. und letzten Lessingtage unter meiner Verantwortung waren eine wahre Freude. Der diesjährige Jahrgang war einer der künstlerisch stärksten, und auch der Besuch war hervorragend: In der Gaußstraße und im Großen Haus wurden viele ausverkaufte Vorstellungen vom Publikum mit Standing Ovations gefeiert. Die Vielfalt der Theaterformen war in diesem Jahr enorm. Von klassischen Schauspielertheater über #Performance, #Installation und #Tanztheater war vieles dabei – auffällig, dass nicht wenige Aufführungen nahezu ohne Text und daher voraussetzungslos zu sehen waren.«
Durchgängig haben die Aufführungen von Menschen in zum Teil unerträglicher Not erzählt, die Mut und Hoffnung nicht verlieren, sondern zum Teil übermenschliche Kräfte entwickeln: »Fantasies of another life« war das Motto der diesjährigen Lessingtage.
»Wir verdanken dem Geist Lessings viel. Er steht für die Utopie von Toleranz und Humanität und für die Arbeit, sich diese trotz aller Anstrengung Tag für Tag neu zu erkämpfen – gerade jetzt, wo wir den 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz begehen«, so Joachim Lux.
Ein erstes Highlight war neben der Eröffnung mit der Meeresbiologin Antje Boetius und angeschlossenen Exkursionen zum Beispiel zum Winterquartier der Schwäne die #Open #Air #Kunstaktion »Wir und die Zukunft«, die von 1.550 Schülerinnen und Schülern aus Hamburg auf dem Gerhart Hauptmann Platz gestaltet wurde. Ihre kraftvolle Botschaft »Die vielen Ichs, die gemeinsam den Krisen etwas entgegensetzen können. Denn unser ›Wir‹ ist mehr als 3 Buchstaben, unser ›Wir‹ gibt Kraft und ist Utopie.« war nicht nur beeindruckend, sondern zur Eröffnung ein erster emotionaler Höhepunkt des Festivals. Vom 15. Januar bis 2. Februar 2025 fanden die Lessingtage unter der Intendanz von Joachim Lux zum letzten Mal im gewohnten Format statt.
Bilanz der Lessingtage 2010 2025 – Dank an das weltoffene Hamburger Publikum
Seit ihrer Gründung im Jahr 2010 haben sich die Lessingtage in kürzester Zeit als absoluter Fixpunkt in der Hamburger Stadtgesellschaft wie auch in der internationalen Theaterlandschaft etabliert und mit über 170 Gastspielen aus 36 Ländern und 225.000 begeisterten Besucherinnen und Besuchern im Thalia Theater eine wahre Erfolgsgeschichte geschrieben. Selbst im Corona Jahr 2021 fielen sie nicht aus, sondern wurden als »paneuropäische #Theatercouch« kurzerhand in den digitalen Raum verlegt und hatten eine interkontinentale Reichweite bis in den asiatischen Raum und nach Australien.
Joachim Lux: »Es ist mir ein tiefes Anliegen, dem Hamburger Publikum dafür zu danken, dass es sich 16 Jahre lang auf Neues und Unbekanntes eingelassen hat! Und tatsächlich weltoffen ist!«
»Lessing als Aktivist in Hamburg« – Statement von Joachim Lux
Die tiefe Sorge der #Kultur
»Es gibt bei aller Freude über den Erfolg der Lessingtage auch das Gefühl von #Ohnmacht und ja von #Bitterkeit. Nachdem der Geist von demokratischer Kultur, und zu ihm gehört auch die Sprache, mit militaristischen Begrifflichkeiten wie »Beginn der offenen Feldschlacht« geschändet wurde, haben wir in den vergangenen Tagen erleben müssen, wie sich #Verrohung und #Tabubrüche auf bisher beispiellose Weise fortsetzen. Sie erschüttern das ganze Land. Und lösen tiefe Sorge aus, auch in der Kultur. Kultur steht für Differenzierung, nicht für populistische Vereinfachung.
Und sie steht auch für #Erinnerungskultur: Wir Deutschen hätten viele Gründe gehabt, den 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz mit Anstand zu begehen. Das ist wegen tagespolitischer Spekulationen würdelos untergegangen.
Auch hätten wir Grund gehabt, uns sehr ausdrücklich daran zu erinnern, dass 1925, also vor genau 100 Jahren die demokratische Mitte Deutschlands zerbrochen ist. Dies führte zur Wahl des #Antidemokraten #Hindenburg zum deutschen Reichspräsidenten und zum Aufstieg der Nationalsozialisten.«
Was tun? #Lessing wird Aktivist
»Lessing, dessen Statue anlässlich der Eröffnung des diesjährigen Festivals zur Musik des Hamburger Komponisten Johannes Brahms romantisch spektakulär aus dem Bühnenhimmel herabschwebte, rebelliert! Er will nicht nur repräsentieren, sondern etwas tun. Er wird angesichts der aktuellen demokratiepolitischen Verwerfungen zu einem trotzigen #Aktivisten und hat sich, kurz vor der Bundestagswahl, einem überparteilichen Bündnis gegen Rechts angeschlossen. Man wird erleben, wie er kurz vor der Wahl auf den Straßen Hamburgs auftritt, und gegen alle, die sich direkt oder indirekt mit Feinden einer demokratischen Ordnung verbünden.«
Die Lessingtage 2025 wurden unterstützt von der Hamburger Behörde für #Kultur und #Medien, K. S. Fischer Stiftung, Hamburger Volksbank, Hapag Lloyd Stiftung, Rudolf Augstein Stiftung, Mara und Holger Cassens Stiftung, Stiftung zur Förderung des Thalia Theater Hamburg, Projektförderer Caissa Touristic, Hapag Lloyd Stiftung, Körber Stiftung, Ilse und Dr. Horst Rusch Stiftung, The New Institute. Mehr …
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