Die Sonderausstellung »Das ist kolonial. Westfalens (un )sichtbares Erbe« – im LWL Museum Zeche Zollern in Dortmund war die Ankerausstellung des Themenjahrs »Powr! Postkoloniales Westfalen Lippe« und ist noch bis zum 26. Oktober 2025 zu sehen. Foto: Philipp Harms, LWL, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber
Mehr als 300 Veranstaltungen zu »Postkolonialem Westfalen Lippe«
#Münster, #Westfalen #Lippe, 31. Januar 2025
Mit mehr als 300 Veranstaltungen in 34 Städten und breiter öffentlicher Resonanz ging das Themenjahr »Powr! Postkoloniales Westfalen Lippe« der LWL Kulturstiftung 2024 zu Ende. Das Jahr sollte für koloniale Geschichte und postkoloniale Strukturen im heutigen Alltag in der Region #Westfalen #Lippe sensibilisieren und einen Dialog über #Vergangenheit, #Gegenwart und #Zukunft fördern.
Die Kulturstiftung des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL) unterstützte 22 Kulturprojekte in Westfalen Lippe mit insgesamt rund 1,5 Millionen Euro. Über 20.000 Besucherinnen und Besucher nahmen an den Veranstaltungen teil, mehr als 130.000 Interessierte besuchten die Sonder und Wanderausstellungen von Führungen in städtischen Oberzentren bis hin zu Workshops im ländlichen Bereich und digitalen Formaten.
Durch Vernetzung von Kulturinstitutionen, Bildungseinrichtungen, Vereinen und Kunstschaffenden der Freien Szene wurde ein vielseitiges und partizipatives Programm realisiert, so die LWL Kulturstiftung. Das habe zum Gespräch zwischen Generationen und Kulturen eingeladen und zur aktiven Beteiligung der Bevölkerung an zahlreichen Formaten im urbanen und ländlichen Raum geführt, so die positive Bilanz. Die Kampagne zu »Pwr! Postkoloniales Westfalen Lippe« habe mit ihrem Design in kraftvollen und frischen Farben Schlagkraft, Aktion und Gegenwärtigkeit signalisiert und das Programm über das Jahr hinweg sichtbar gemacht.
Ausstellungshöhepunkte und thematische Akzente
»Powr!« bot mit einer breiten Palette kultureller Angebote vielfältige Zugänge zur kolonialen Vergangenheit und ihren Auswirkungen in der Region. Im Mittelpunkt des Themenjahres 2024 stand die große #Sonderausstellung «Das ist kolonial. Westfalens (un-)sichtbares Erbe« im LWL Museum Zeche Zollern in Dortmund, die noch bis 26. Oktober 2025 zu sehen ist. Weitere Ausstellungen wie etwa »Macheten, Tabak, Edelsteine Koloniale Spuren in Handwerk und Gewerbe« im LWL Freilichtmuseum Hagen luden dazu ein, mehr zur kolonialen Geschichte Westfalen Lippes und seiner wirtschaftlichen Verflechtungen zu Kolonialherrschaften zu lernen. 130.000 Besucher folgten diesen Einladungen bisher.
Der Direktor des LWL und Vorstandvorsitzende der LWL Kulturstiftung, Dr. Georg Lunemann: »Insbesondere das Miteinander von großen etablierten Kulturorten und kleineren Vereinen und Initiativen hat das Themenjahr bereichert. Gemeinsam zeigten sie, wie die Vielfalt der Region ein Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchten kann. In dieser Vernetzung liegt eine Stärke unserer Förderschwerpunkte.«
So setzte das #Musical »Gemusical« von #Physical #Theatre #Netzwerk aus Essen in Coproduktion mit dem Performance Kollektiv »notsopretty« aus Bochum die Geschichte der #Kartoffel in Szene und erzählte von der Kolonialgeschichte vieler Lebensmittel. Mit Kaffeezeremonien etwa im Rahmen von »How to decolinize Heimat« informierte die Grünbau GmbH aus Dortmund über die kolonialen Verbindungen des Alltagsgenussmittels und sensibilisierte für einen fairen Konsum. Fünf Wanderausstellungen, zahlreiche Workshops und Diskussionsreihen luden die Bevölkerung zum Austausch und zu aktiver Beteiligung ein.
Digitale Formate
Auch digitale Formate fanden Anklang: Die Podcast Serie »#Powr« von Claudia Linzel (»Die Leichtigkeit der #Kunst«) in Zusammenarbeit mit der LWL Kulturstiftung und dem LWL begleitete das Themenjahr mit dreizehn Folgen, in denen Projektverantwortliche sowie Personen aus Wissenschaft und Kulturpolitik ihre Perspektiven und zum Teil persönlichen Erfahrungen aus der Projektarbeit verdeutlichten.
Im Audio Feature »Westfalia Westfalen und der Kolonialismus« blickte das LWL Medienzentrumfür Westfalen ausgehend von der Geschichte eines Kolonisten aus Münster auf Fragen der Gegenwart, beispielsweise wie globaler Handel gerechter gestaltet werden kann. Publiziert über gängige Streamingdienste erreichten die Podcasts mehr als 14.000 Aufrufe.
Für eine »Digitale Quellensammlung für Kultur und Bildungsarbeit« durchforstete die Fernuniversität Hagen die örtlichen Archive und ergänzt damit bestehende Datenbanken um wissenschaftlich aufgearbeitete Hintergrundinformationen zu 100 historischen Schriftquellen, Bildern und Objekten aus kolonialen Kontexten der Region.
Der Verein »jetztzeit« macht im Rahmen des Projekts »Decolonize #Ostwestfalen #Lippe« mit einer digitalen Karte koloniale Denkmäler in Ostwestfalen Lippe sichtbar und setzt darin Impulse zu einem zeitgemäßen Umgang mit ihnen. Das innovative Format des Serious Game »Rohstoffe, Regionen, Reichtum. Ein unfaires Spiel?« im LWL #Museum #Zeche #Nachtigall in #Witten lud dazu ein, mit einem Spiel als Gruppe mehr über die globale Verteilung von Rohstoffen und deren postkoloniale Hintergründe zu erfahren.
Positive Resonanz und nachhaltige Wirkung
Die Projektmacher ziehen eine positive Bilanz: Mehrheitlich sind sie zufrieden mit dem Ziel, eine breite Öffentlichkeit zum Thema Postkolonialismus multiperspektivisch zu informieren und zu sensibilisieren. Die Mischung aus generationsübergreifenden Formaten und der gezielten Ansprache verschiedener gesellschaftlicher Gruppen wie #Kinder und #Familien, #Schüler habe für hohe Besucherzahlen und angeregte, interessierte und respektvolle Diskussionen gesorgt. Teilnehmende lobten das Themenjahr als bereichernd und bewusstseinsbildend und berichteten, dass viele Veranstaltungen noch lange nachklangen und wirkten.
»In diesen Rückmeldungen von Besuchenden, Teilnehmenden und von der wissenschaftlichen Fachwelt sehen wir uns darin bestätigt, dass auch komplexe Themen in Kulturangeboten aufgefächert und zeitgemäß vermittelt werden können«, so Dr. Barbara Rüschoff Parzinger, LWL Kulturdezernentin und Vorstandsmitglied der LWL Kulturstiftung. »Powr! hat das eindrucksvoll gezeigt und damit weit über die Verbandsregion hinaus in die Kulturlandschaft gewirkt.«
Die Fachwelt der deutschen Museumslandschaft und des Wissenschaftsbetriebs in der Kolonialismus Forschung habe bei Tagungen und Netzwerktreffen den innovativen Ansatz und die intensive Vernetzung als wegweisend im deutschen Kulturbereich gewürdigt. Auch Berichte in regionalen und Fachmedien sowie die digitale Präsenz hätten die Sichtbarkeit verstärkt und zu einem öffentlichen Diskurs beigetragen.
Dialogräume und Perspektiven
Diskussionsabende, Vorträge sowie partizipative Angebote luden zum Dialog ein. Interessierte Nachfragen bei Veranstaltungen, Kommentare in Gästebüchern aber auch in den Sozialen Medien trugen dazu bei, sich tradierten Seh und Lesegewohnheiten zur Kolonialgeschichte aus verschiedenen Perspektiven zu nähern. Im September 2023 zog eine Negativ Kampagne in den #Social Media Aufmerksamkeit auf die Ausstellungswerkstatt »Das ist kolonial« im LWL Museum Zeche Zollern in Dortmund. Als Reaktion darauf veranstaltete die LWL Kulturabteilung im Oktober 2024 gemeinsam mit dem Deutschen Kulturrat, dem Deutschen Museumsbund, dem Institut für Museumsforschung, ICOM Deutschland, dem Museumsverband NRW und dem Landschaftsverband Rheinland im Herbst 2024 eine 2 tägige Tagung zum Thema »Haltung zeigen, #Demokratie verteidigen!«.
»Powr!« Projekte auch noch 2025
Einige Veranstaltungen und Ausstellungen finden auch 2025 statt, andere Angebote lassen sich langfristig online abrufen. Das Musical »Gemusiacl« von Physical Theatre Netzwerk ist ein letztes Mal am 21. und 22. Februar 2025 im #Kulturhaus #Thealozzi in Bochum zu sehen. Neben der Ausstellung »Das ist kolonial. Westfalens (un-)sichtbares Erbe« im LWL Museum Zeche Zollern in #Dortmund (bis 26. Oktober 2025) lässt sich auch die Schau »Preußen auf See. Auf schwankenden Planken« des LWL Preußenmuseums Minden noch bis zum 18. Mai 2025 besuchen.
Außerdem wurde die Sonderausstellung »Körpersprachen« auf #Burg #Hülshoff #Center for #Literature bis 31. August 2025 verlängert. Das Serious Game »#Rohstoffe, #Regionen, #Reichtum. Ein unfaires Spiel?« ist bis Sommer 2026 im LWL Museum Zeche Nachtigall erlebbar. Eine Auflistung aller Projekte, aktueller Veranstaltungen und Online Angebote online.
Neues Themenjahr »1.250 Jahre Westfalen« gestartet
Anfang 2025 ist der 3. Förderschwerpunkt der LWL Kulturstiftung an den Start gegangen. 44 Projekte von Kulturschaffenden, Vereinen und Institutionen beleuchten in ihren Veranstaltungen und Angeboten verschiedene Ereignisse und Persönlichkeiten, die Westfalens Geschichte geprägt haben, und setzen mit aktuellen künstlerischen Positionen Impulse für gegenwärtige und künftige Herausforderungen der Region. Dabei geht es um Selbst und Fremdwahrnehmung, Identität, Herkunft, Zugehörigkeit sowie Lebensgefühl und Zukunft.
Die Ausstellung »775 Westfalen« im LWL Museum in der #Kaiserpfalz in #Paderborn lädt ab dem 16. Mai 2025 als zentrales Projekt zur Wanderung durch die Jahrhunderte ein. Das Kulturprogramm zum Jubiläumsjahr 2025 »1.250 Jahre Westfalen« steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier. Die Stiftung der #Sparkasse Münsterland Ost fördert das Kulturprogramm im Rahmen ausgewählter Projekte in #Münster und im Kreis Warendorf. Mehr …
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