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RBB: Honig – viel weniger von der Biene als gedacht?
Berlin, 27. Januar 2025
Mit neuen Untersuchungsmethoden soll gepanschter Honig angeblich besser nachgewiesen werden können, behaupten #Berufsimker in #Europa. Die #Industrie hält bestehende Analyseverfahren für ausreichend.
Ist der #Honig echt? Geht es nach Berufsimkern in Deutschland, sollen DNA Analysen in Zukunft vermehrt Auskunft darüber geben. Das #ARD Kompetenzcentrum Verbraucher hat ein Labor mit der Untersuchung einer Stichprobe beauftragt. Mit dabei: Eine Auswahl von Honigen von #Edeka und #Rewe, darunter 2 Eigenmarken, 2 mittelpreisige Produkte und ein #Fairtrade Honig. Dazu im Test: ein regionaler Honig aus einem Biomarkt. Das Ergebnis der #DNA #Analyse des Labors: 4 der 6 Honige fallen durch. Ihr DNA Profil weiche zu stark vom typischen Profil eines Honigs ab. Damit bestätigt das Labor die bisherigen Untersuchungen nach diesem Verfahren.
Der Deutsche #Berufsimkerbund und #Erwerbsimkerbund hat die DNA Analyse zuvor an 30 zufällig ausgewählten Honigen aus deutschen Supermärkten getestet. Das Ergebnis laut Labor: 80 Prozent der Proben waren gefälscht. »Und was ebenso schockierend war: Es waren namhafte Marken dabei, darunter Bio Honige und fair gehandelte Honige«, sagt Bernhard Heuvel, Vizepräsident des Deutschen Berufsimkerbundes und Erwerbsimkerbundes. Bei den günstigen und sehr, sehr billigen Honigen sei das aufgrund des Preises zu erwarten gewesen, «aber die Verfälschung zog sich wirklich durch die gesamte Bank«.
Die #Industrie zeigt sich vom Ergebnis unbeeindruckt. Sie argumentiert, dass bei der DNA Analyse Prüfprozesse nicht ausgereift und Datenbanken nicht repräsentativ seien. Hersteller und Händler verweisen zudem auf eigene #Qualitätskontrollen, nach denen die Reinheit ihrer Produkte nicht anzuzweifeln sei.
Honig ist ein gesetzlich besonders geschütztes Naturprodukt, das Mischen etwa mit #Zuckersirup ist verboten. Eine 2023 veröffentlichte Untersuchung der Europäischen Kommission ergab, dass fast jede 2. getestete Honigprobe gestreckt war, zum Beispiel mit #Sirup auf #Mais, #Reis oder #Zuckerrübenbasis. Besonders betroffen: Importe aus #China.
Experten sehen die Lebensmittelaufsicht der einzelnen Länder in der Pflicht, sich für zuverlässige Kontrollen und Analysen einzusetzen. Laut Britta Schautz von der Verbraucherzentrale Berlin seien Kontrollen aber immer nur stichprobenartig möglich so werde längst nicht jede Fälschung entdeckt. Gleichzeitig wüssten auch die Fälscher, wie analysiert werde, ergänzt die Ernährungsexpertin.
Durch die Konkurrenz der gefälschten Honige gingen die Preise allerdings derart in den Keller, dass Imker nicht mehr davon leben könnten, so Bernhard Heuvel. »Wir bräuchten eigentlich mindestens 8 Euro oder mehr pro Glas«, sagt er.
Sendung »Super.Markt«, Montag, 27. Januar 2025, 20.15 Uhr im #RBB #Fernsehen.
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