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Wegen hoher Lebensmittelpreise: Foodwatch fordert Beobachtungsstelle für mehr Transparenz im Lebensmittelmarkt

Wegen hoher Lebensmittelpreise: Foodwatch fordert Beobachtungsstelle für mehr Transparenz im Lebensmittelmarkt – #Foodwatch Preisradar entlarvt mangelnden #Wettbewerb im #Einzelhandel

  • Trotz vielfach sinkender Rohstoff und Energiekosten halten Handelsketten Lebensmittelpreise weiter hoch

  • Foodwatch Preisradar zeigt fast deckungsgleiche Preisentwicklungen bei Eigenmarken von #Aldi, #Rewe & Co.

  • Foodwatch fordert Preisbeobachtungsstelle gegen unfaire Handelspraktiken und #Preistreiberei

#Berlin, 14. Januar 2025

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat angesichts der anhaltend hohen Kosten für Lebensmittel eine Preisbeobachtungsstelle gefordert. Die nächste Bundesregierung müsse endlich Klarheit darüber schaffen, ob die vier großen Handelskonzerne in Deutschland ungerechtfertigte Gewinne zu Lasten der Verbraucher einfahren, so Foodwatch. Seit der #Corona #Pandemie hätten Aldi, Rewe & Co. die Preise auch bei vielen ihrer als günstig beworbenen Eigenmarken kräftig angehoben – und seitdem in vielen Fällen nicht wieder gesenkt, trotz mittlerweile niedrigerer Rohstoff und Energiekosten. Das zeigt auch der von Foodwatch heute gestartete Preisradar: Demnach entwickeln sich die Preise für die Eigenmarken der großen Handelsketten häufig fast deckungsgleich.

»Die Wettbewerb zwischen Aldi, Rewe & Co. funktioniert hinten und vorne nicht: Die Unternehmen betreiben Preistreiberei trotz sinkender Energie  und Rohstoffpreise – und passen ihre Preise gegenseitig fast zeitgleich an, was den Verdacht möglicher Preisabsprachen nährt. Die Leidtragenden dieses intransparenten Systems sind die Verbraucher, die immer mehr #Geld für Lebensmittel aufwenden müssen«, kritisiert Laura Knauf von Foodwatch. »Die nächste Bundesregierung muss Schluss machen mit dem Preisgeheimnis der Handelsketten und einen fairen Wettbewerb fördern: Eine Preisbeobachtungsstelle sollte den großen Konzernen auf die Finger schauen und Preisentwicklungen leicht verständlich öffentlich machen«, so Laura Knauf.

In den letzten Jahren sind die #Lebensmittelpreise in Deutschland stark gestiegen. Laut dem Statistischen Bundesamt lagen sie im November 2024 durchschnittlich 34 Prozent über dem Niveau von November 2020. Dieser Anstieg fällt deutlich höher aus als der für Verbraucherpreise insgesamt mit 19 Prozent. Die Energie und Rohstoffkosten sind für Lebensmittelindustrie und Handel inzwischen wieder gesunken. Nicht gesunken sind dagegen die Lebensmittelpreise: So kostete ein von Foodwatch im Januar 2023 beispielhaft erstellter Warenkorb mit Grundnahrungsmitteln bei Aldi im Dezember 2024 immer noch 61,34 Euro. Damit ist er im Vergleich zu Januar 2023 um etwa 3 Prozent gestiegen.

Die Europäische Zentralbank nimmt an, dass auch gestiegene Löhne in der Landwirtschaft, der Industrie und im Transportgewerbe zu höheren Produktionskosten geführt haben in den vergangenen Jahren. Vollständig erklären kann sie die anhaltend hohen Lebensmittelpreise damit jedoch nicht.

Auch die Monopolkommission hat die Preissteigerungen im Lebensmittelmarkt 2024 unter die Lupe genommen und kommt zu dem Ergebnis: Schon seit vielen Jahren erhöhe der Einzelhandel zwar die Preise, wenn seine Kosten stiegen. Sinken diese jedoch wieder, würden die Einsparungen nicht in der Breite an die Verbraucher weitergegeben. Dies deute auf einen fehlenden Wettbewerbsdruck und oligopolistisches Verhalten hin.

Foodwatch Preisradar: Preisentwicklung bei Aldi, Rewe & Co. fast deckungsgleich

Dass sich die Preise bei allen Handelsketten nahezu deckungsgleich entwickeln, zeigt der Foodwatch Preisradar. Das Online Tool bildet die Preise ausgewählte Produkte der Preiseinstiegs Eigenmarken von Aldi, Rewe und Edeka ab Mai 2024 ab. Dafür scannt das Tool täglich deren Online Shops. Bei Rewe und Edeka sind dafür lokale Märkte ausgewählt worden. Lidl ist nicht dabei, da das Unternehmen keine umfassenden Preisdaten online verfügbar hat.

Zwei Beispiele: Joghurt der Eigenmarken von »Gut & Günstig« (#Edeka), »ja!« (Rewe) und »Milsani« (Aldi Nord) kosteten im Juni 2024 noch 0,89 Euro. Im Juli stieg der Preis bei allen 3 Handelsketten um jeweils 6 Cent. Zum Januar 2025 stiegen die Preise aller Produkte nochmals, dieses Mal auf 0,99 Euro.

Zweites Beispiel: #Kaffee der Marken »Gut & Günstig«, »ja!« und »Barissimo« (Aldi Nord) stiegen im Juli 2024 alle von 4,29 Euro um 50 Cent auf 4,79 Euro. Im Januar 2025 dann bei Rewe und Aldi Nord um 20 Cent auf 4,99. Nur der Preis des Edeka Produkts bleibt bislang konstant bei 4,79 Euro.

Preisbeobachtungsstelle für fairen Wettbewerb

Politik und Behörden bräuchten endlich Klarheit darüber, wie die Lebensmittelpreise im Einzelhandel entstehen, forderte Foodwatch. Nur so ließen sich unfaire Handelspraktiken und Preistreiberei wirksam eindämmen. Eine Preisbeobachtungsstelle müsse alle für eine umfassende Analyse der Preisbildung im Lebensmittelsektor notwendigen Daten erheben, diese regelmäßig auswerten und Handlungsempfehlungen für die Politik ableiten. Auch wenn ein Teil dieser Daten, wie zum Beispiel bestimmte Kostenstrukturen, vertraulich erhoben werden sollte, müsse die Preisbeobachtungsstelle auch regelmäßig allgemein zugängliche Auswertungen ihrer Analysen veröffentlichen, so Foodwatch. Zudem müssten Preisentwicklungen eines durchschnittlichen Warenkorbes für Verbraucher ebenso wie die Erzeugerpreise für die wichtigsten Produkte transparent und aktuell abgebildet werden. Einen entsprechenden Aufschlag habe Foodwatch mit seinem Preisradar gemacht.

Für viele Verbraucher haben die anhaltend hohen Preise enorme Auswirkungen auf ihren Alltag: In einer Umfrage für den Verbraucherzentrale Bundesverband gaben fast 30 Prozent der Verbraucher Ende 2024 an, Ausgaben in anderen Bereichen einzuschränken um ihre Lebensmitteleinkäufe bezahlen zu können. Bei den Haushalten mit einem monatlichen Einkommen von unter 1.500 Euro waren es sogar 58 Prozent. 

Quellen und weiterführende Informationen

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Brunnenstraße 181
10119 Berlin
Telefon +49302404760
Telefax +493024047626
E-Mail info.foodwatch.de
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