Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer (kniend) und Eva Maria Krüger Kramann (Patin des Stolpersteins) legten zum Andenken an Elsbeth Dux eine weiße Rose nieder. Foto: Stadt Hildesheim, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber
Hildesheim: Gegen das Vergessen – 300. Stolperstein verlegt
#Hildesheim, 2. April 2025
Am Mittwoch, 2. April 2025, wurden im Stadtgebiet Hildesheim weitere 39 Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig verlegt. Bei der zentralen Gedenkveranstaltung am Hindenburgplatz – dort wurde vor der Hausnummer 3 ein Stolperstein zum Andenken an Elsbeth Dux (geborene Herzberg) verlegt – erinnerten Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, Ortsbürgermeister Dr. Tobias Eckardt, der Historiker Dr. Hartmut Häger (Hauptinitiator des Hildesheimer Stolpersteinprojekts) sowie Schüler des 8. Jahrgangs des Goethegymnasiums an die Opfer des nationalsozialistischen Regimes, denen an ihrem letzten Wohnort oder vor ihrer Schule bereits seit 2008 in Hildesheim mit #Stolpersteinen gedacht wird. Margret Höfer (Sopransaxophon), Ilse Brüggemann (Altsaxophon) und Susanne Schulz Kraul (Tenorsaxophon) sorgten für den musikalischen Rahmen der Gedenkstunde.
»Stolpersteine haben über das Gedenken hinaus das Ziel, für den besonderen Wert von Demokratie und Freiheit zu sensibilisieren und das heutige Handeln immer wieder zu reflektieren. Auch gegenwärtig erleben wir Fremdenhass und auch wieder offenen Antisemitismus. Das dürfen wir nicht hinnehmen und müssen gegen jegliche Verbreitung nationalistisch gefärbter #Gesinnung eintreten«, so der Oberbürgermeister, der sich bei allen am Projekt Mitwirkenden, insbesondere denjenigen, die eine Patenschaft für einen Stolperstein übernommen haben, bedankte.
Die 39 Stolpersteine, die am 2. April 2025 verlegt werden, erinnern an #Hildesheimer, die als #Juden verfolgt wurden. 20 wurden ermordet, 13 flüchteten, 2 starben vor Beginn der #Deportationen, 1 flüchtete in den Tod und 3 überlebten die #Shoa in Deutschland. Für einige ihrer Angehörigen wurden bereits früher Stolpersteine verlegt. Am Ende des Tages erinnern dann 300 dieser kleinen Denkmäler an Menschen, die Opfer nationalsozialistischer Gewalt wurden: 262 als Juden Verfolgte, von denen 17 einen 2. Stein vor ihrer ehemaligen #Schule erhielten, 8 Geistliche (7 katholische, ein evangelischer), 7 #Zeugen #Jehovas, vier nichtjüdische psychisch #Kranke, eine #Sintizza und ein #Sozialdemokrat.
Am Stolpersteinprojekt beteiligen sich in diesem Jahr 23 Paten aus der Hildesheimer Bürgerschaft, die einen oder mehrere Steine finanziert haben. Für 2026 gibt es bereits neun Patenschaften für 16 #Stolpersteine für jeweils 120 Euro. Für das Ziel von 25 Steinen werden noch Patenschaften gesucht. Interessierte können sich im Kulturbüro der Stadt Hildesheim per E Mail an erinnerungskultur@stadt-hildesheim.de oder per Telefon unter +4951213014022 melden.
Die #Patenschaftsurkunden werden handwerklich und ehrenamtlich gedruckt von der Druck Offizin. Der Hildesheimer #Heimatverein und #Geschichtsverein unterstützt das Projekt durch die Übernahme der Finanzverwaltung. Das städtische #Kulturbüro ermöglicht den Druck der Biografien, koordiniert und organisiert die Veranstaltungen, der städtische Bauhof sorgt für die Verlegungen im Auftrag des Künstlers Gunter Demnig. Jeder der inzwischen rund 110.000 Stolpersteine, die Demnig seit 1992 in über 1.265 deutschen Städten und Gemeinden sowie in 21 europäischen Ländern verlegt hat, möchte den Menschen die #Würde, die ihnen die #Nationalsozialisten nahmen, zurückgeben. Mehr …
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