Frank Elstner, »Fight Parkinson« Moderator und Botschafter der Parkinson Stiftung. Foto: Parkinson Stiiftung, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber
Welt Parkinson Tag 2025, Experten der Parkinson Stiftung informieren am Gütsel Lesertelefon, 10. April 2025
Es klingt zunächst wie ein Widerspruch: Menschen mit Parkinson, deren Bewegungsfähigkeit aufgrund der Erkrankung eingeschränkt ist, sollen von mehr Bewegung profitieren? Eine aktuelle, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Studienauswertung kommt zu dem Ergebnis, dass gezielte körperliche Aktivitäten die Beweglichkeit und Lebensqualität von Menschen mit Parkinson verbessern können. Für Betroffene sind das gute Nachrichten, zumal es Hinweise darauf gibt, dass Sport bei Parkinson auch dem Risiko einer krankheitsbegleitenden Demenz oder Depression entgegenwirken kann. Doch welche Sportarten sind geeignet – besonders bei fortgeschrittener #Erkrankung? Wie oft und wie lange sollten Betroffene trainieren? Wie gelingt der Einstieg ins #Training – und wie bleibt man am Ball? Zum Thema Sport und Parkinson informieren und Experten der Parkinson Stiftung in der Sprechzeit.
Parkinson wirkt auf Körper, Geist und Psyche
Zittern, Muskelsteifigkeit, verlangsamte Bewegungen, instabile Körperhaltung – diese für Parkinson typischen Symptome schränken das Leben der betroffenen Patientinnen und Patienten erheblich ein. Ursache ist der beschleunigte Abbau von Zellen im Gehirn, die Dopamin produzieren. Als Botenstoff ist Dopamin wesentlich an der Steuerung von Bewegungsabläufen im gesamten Körper beteiligt. Neben den motorischen Einschränkungen kommt es bei Parkinson häufig zu starken psychischen Belastungen, sodass viele Betroffene an Depressionen leiden. Auch den geistigen Abbau kann die Erkrankung beschleunigen: Etwa jeder fünfte Patient entwickelt nach langjähriger Erkrankung Anzeichen einer Demenz. Da Parkinson bis heute nicht heilbar ist, zielt die Behandlung darauf ab, die Auswirkungen der Erkrankung einzudämmen und damit eine möglichst hohe Lebensqualität sicherzustellen. Neben Medikamenten spielen dabei nicht medikamentöse Therapiebausteine eine wichtige Rolle – darunter Sport und Bewegung.
Mit #Bewegung und #Sport gegen die Abwärtsspirale
Die Bewegungseinschränkungen durch Parkinson führen dazu, dass die körperliche Aktivität im Alltag bei den Betroffenen zurückgeht. Dies wiederum führt zu einem Verlust an #Kraft und #Ausdauer. Die Folge ist eine weitere Verstärkung der Beschwerden. Sport und gezielte Bewegung können diese Abwärtsspirale durchbrechen, indem sie eine Reihe von Symptomen lindern: Krafttraining stärkt die Muskulatur, Ausdauertraining verbessert die allgemeine Fitness, Bewegungstraining das Gleichgewicht. Gleichzeitig profitieren sowohl die psychische Verfassung als auch die geistige Leistungsfähigkeit von sportlicher Betätigung. So zeigt eine Studie aus den Niederlanden, dass Ausdauersport dem Abbau motorischer und kognitiver Funktionen bei Parkinson entgegenwirken kann.
Breite Palette an Sportangeboen und Bewegungsangeboten
Doch welche Sportarten kommen für Menschen mit Parkinson infrage? Grundsätzlich sollten Ausdauer, Kraft, Gleichgewicht und Dehnung gezielt gefördert werden. Das Spektrum der Sportangebote reicht dabei von #Nordic #Walking und #Tanzen über Tai Chi und #Yoga bis zu #Tischtennis und – ja – Boxen. Besonders geeignet sind Aktivitäten, die große Bewegungen beinhalten, um der Bewegungsverarmung und verlangsamung entgegenzuwirken. Das Trainingsprogramm sollte mit den behandelnden Ärztinnen/Ärzten und Physiotherapeuten abgestimmt werden, um es bestmöglich auf die individuellen Besonderheiten der Erkrankung auszurichten. So profitieren auch Betroffene in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium, denn Übungen und Intensität lassen sich gut mit Blick auf Symptome und Medikation anpassen.
Parkinson und Sport – Experten am #Gütsel #Lesertelefon
Welche Sportart ist für »meinen Parkinson« geeignet? Ich habe schon lange keinen Sport mehr gemacht – wie schaffe ich den Einstieg? Gibt es besondere Gruppen oder Vereine, die Sport für Parkinson Patienten anbieten? Wie oft und wie lange sollte ich Sport machen? Wie gehe ich mit Wirkungsschwankungen der Medikamente um, wenn ich Sport machen will? Wo bekomme ich mehr Informationen über das Thema Sport bei Parkinson?
Anlässlich des diesjährigen Welt Parkinson Tags beantworten Expertinnen und Experten der Parkinson Stiftung in der Sprechzeit alle Fragen rund ums Thema Parkinson und Sport.
»Rufen Sie an!« Am Donnerstag, 10. April 2025, von 16 bis 19 Uhr. Der Anruf unter +498005332211 ist aus allen deutschen Netzen gebührenfrei.
Die #Experten am #Lesertelefon informieren umfassend und neutral, stellen jedoch keine telefonischen #Diagnosen und sprechen keine konkreten Therapieempfehlungen aus. Persönliche Daten der Anrufer werden nicht gespeichert beziehungsweise aufgenommen. Diese Sprechzeit findet mit Unterstützung durch die #Parkinson #Stiftung statt.
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