Foto: Felix Broede, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber
Heidelberg Congress Center: 6. Philharmonisches Konzert »Appassionato«, 2. April 2025
Heidelberg, 24. März 2025
Abschiedsklänge und Befreiung: Meisterwerke von Brahms und Schostakowitsch
Das 6. Philharmonische Konzert der Spielzeit 2024/25 widmet sich am 2. April 2025 um 20 Uhr im Heidelberg Congress Center zwei bedeutenden Werken: Johannes Brahms’ Klarinettensonate Nummer 1, f Moll, opus 120/1 in der Orchestrierung von Luciano Berio und Dmitri Schostakowitschs monumentale Sinfonie Nummer 10, e Moll, opus 93. Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Mino Marani. Als Solistin an der Klarinette ist die international renommierte Shirley Brill zu hören.
Vom Kammerstück zum Konzert
Brahms kündigte seine Klarinettensonate opus 120, Nummer 1, im Jahr 1894 seinem Freund Joseph Joachim gegenüber bescheiden als »anspruchslose Stücke« an. Kurz zuvor hatte er bekanntgegeben, mit 60 Jahren das Komponieren aufgeben zu wollen. Die Entstehung dieser Werke ist dem Meininger Klarinettisten Richard Mühlfeld zu verdanken, den Dirigent Hans von Bülow dem Komponisten vorgestellt hatte. Luciano Berio, einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, hat 1986 eine Orchestrierung erstellt, die das Werk vom kleineren Rahmen auf die Konzertbühne bringt. In den vier Sätzen – »Allegro appassionato«, »Andante un poco adagio«, »Allegretto grazioso« und »Vivace« – hört man Abschiedsklänge von Brahms’ Instrumentalkompositionen, denen etwas Wehmütiges anhaftet. Die Orchestrierung von Berio setzt dabei den Klang in den Vordergrund und weitet die Sonate zum Konzert aus, ohne ihren ursprünglichen Charakter zu zerstören.
Schostakowitschs 10. Sinfonie, entstanden nach dem Tod Stalins 1953, gilt als Abrechnung mit musikalischen Mitteln. Der Komponist selbst beschrieb den zweiten Satz als »musikalisches Porträt von #Stalin«. Das Werk mit seinen eindringlichen Klangbildern zeugt von der Befreiung des menschlichen Geistes und dem Recht der Kunst auf Unabhängigkeit. Nach einer langsamen und nachdenklichen Einleitung wächst die innere Unruhe bedrohlich an. Der von harten Dissonanzen und verzerrten Marschrhythmen geprägte 2. Satz kontrastiert mit dem darauffolgenden tänzerischen #Allegretto, in dem Schostakowitsch sein Motiv D Es C H als musikalische Signatur verarbeitet.
2. April 2025, 20 Uhr, #Heidelberg #Congress #Center, das Konzert findet im Rahmen des Heidelberger Frühling Musikfestivals 2025 statt, weitere Informationen sowie Karten online und an der #Theaterkasse, Theaterstraße 10, Telefon +4962215820000, E Mail tickets@theater.heidelberg.de
Veranstaltungen
nicht nur in Gütersloh und Umgebung
Februar 2027 | ||||||
---|---|---|---|---|---|---|
So | Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa |
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | |
7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 |
14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 |
21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 |
28 |