Grünes Roheisen fließt aus dem Reaktor (Foto: Boston Metal), Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber
Erstes »grünes« #Roheisen in den #USA
#Woburn, #Cambridge, PTE, 14. März 2025
Nach dem schwedischen Unternehmen SSAB in #Stockholm, das bereits 2021 das erste »grüne« Roheisen erzeugt hat, und Thyssen Krupp in einer Testanlage in #Duisburg, meldet jetzt Boston Metal aus Woburn bei #Boston einen ähnlichen Erfolg. Mit einem am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelten Konkurrenzverfahren hat das Spin off des #MIT jetzt die erste Tonne Roheisen produziert, ohne auch nur eine Spur des Klimagases Kohlenstoffdioxid (#CO2) zu emittieren.
#Elektrolyse in heißer #Salzschmelze
Während die Schweden wie die deutsche Stahlindustrie auf #Wasserstoff als Energiequelle und Reduktionsquelle für die Erzeugung von grünem Roheisen setzen, hat sich Boston Metal für das Schmelzoxidelektrolyse Verfahren (MOE, Molten Oxide Electrolysis) entschieden. Ohne den Zwischenschritt der Herstellung von grünem Wasserstoff zur Reduzierung des Eisenerzes wird beim MOE Verfahren in einem einstufigen Prozess bei etwa 1.600 Grad Celsius Gleichstrom direkt zur Abtrennung von Sauerstoff aus dem #Eisenerz verwendet.
Bei diesem Prozess wird eine Schmelzkammer (MOE Zelle) mit #Eisenerz und einem flüssigen Elektrolyten, einem Mix aus verschiedenen Salzen, befüllt. In diese Mischung tauchen mehrere inerte metallische Anoden ein. Der durch #Salz und #Eisenerz fließende Gleichstrom trennt zum einen Eisen und #Sauerstoff – #Eisen kommt in der Natur als #Eisenoxid vor, besser bekannt als #Rost – und verflüssigt gleichzeitig das zurückbleibende #Eisen. Das Ergebnis ist laut Boston Metal hochreines Roheisen, das direkt zu #Stahl veredelt werden kann. Noch vor 2030 will das Unternehmen »grünen« Stahl kommerziell produzieren.
Pro Tonne Stahl fast doppelt so viel CO2
Bisher ist die Stahlproduktion außerordentlich klimabelastend. Laut World Steel Association entstehen beim herkömmlicher Produktionsweise pro Tonne Stahl 1,92 Tonnen #CO2. Weltweit sind das zwischen sieben und neun Prozent der weltweiten CO2 Emissionen. Für die CO2 freie Eisenerzeugung und Stahlerzeugung sind bei allen Verfahren gigantische Mengen an Strom nötig, die in kaum einem Industrieland produziert werden könnten.
Zu den Ausnahmen zählen Australien und vielleicht die USA. Ansonsten müsste Solarstrom und Windstrom in Form von #Ammoniak, #Methanol oder Wasserstoff in anderweitig gebundener Form aus Ländern importiert werden, die über große menschenleere Flächen, viel #Wind und #Sonne verfügen.
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