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Die neuen »Sondervermögen« mal anders betrachtet
Gütersloh, 12. März 2025
Die gewünschten »Sondervermögen« sind Schulden. Das ist soweit klar. Wenn es um 1 Billion Euro geht, dann ist das eine unvorstellbare Summe.
Um das zu verdeutlichen: 1.000 Sekunden sind gut 16 Minuten. Eine Million Sekunden sind schon gut 11 Tage. 1 Milliarde Sekunden sind gut 31 Jahre. 1 Billion Sekunden sind demnach rund 31.000 Jahre. Exponentielles #Wachstum mit der Basis 2 ist schon erschreckend – hier haben wir es mit der Basis 10 zu tun.
Auf der anderen Seite, und das ist wenigen klar, haben wir hierzulande ein (verzinstes) Schuldgeldsystem. Soll heißen: Jeder Euro, der existiert, ist 1 Euro Schulden. Wenn man also 100 Euro hat, dann sind das 100 Euro Schulden, die man vielleicht nicht selbst hat – aber irgendjemand hat sie (oder mehrere). Die Geldmenge in Deutschland belief sich Ende 2024 auf gut 16 Billionen Euro. Das sind 16 #Billionen #Euro #Schulden, die irgendjemand hat. Letztlich wir alle. Durch die »#Sondervermögen« würde also die Geldmenge um 1 Billion Euro auf gut 17 Billionen Euro steigen (gut 6 Prozent). Die Staatsverschuldung lag 2022 bei 2,325 Billionen Euro. Hier wäre die Steigerung also deutlich krasser (gut 40 Prozent).
Und dann gibt es noch diese 3 Ebenen: Angenommen, man hat 100 Euro. Dann kauft man etwas dafür, das Geld ist dann (für einen selbst) weg, und man hat das, was man gekauft hat (das Geld hat nun jemand anders). Und angenommen, man nimmt einen Kredit auf und baut dafür ein Haus. Dann hat man das Haus. Den Kredit zahlt man »zurück«, dann ist am Ende das Haus da, und das Geld ist wieder verschwunden. Mit dem kleinen Problemchen des Zinses: Den muss man zusätzlich zahlen, mit Geld, das auch wieder eine Schuld ist. Und angenommen, der Staat legt ein »Sondervermögen« auf und baut für Summe X eine Autobahn. Dann ist am Ende die Autobahn da, das Geld ist aber nicht weg – es haben nun die Bauunternehmer. Sie steigen dann bei der 1. Ebene ein. Nur der Staat an sich könnte die »Schulden« »zurückzahlen«, sodass das Geld wieder verschwindet. Die Frage, ob die »Sondervermögen« unmittelbar zu #Inflation führen, lässt sich indes nicht so leicht beantworten. Es kommt darauf an.
Ergänzung
Dem Vernehmen nach werden die »Sondervermögen« über #Staatsanleihen realisiert. Also über festverzinsliche Wertpapiere. Diese werden von Banken gekauft. Die sie womöglich teils mit Eigendarlehen finanzieren werden. Ein Ökonom, der das ganze mitentwickelt hat, äußert Widersprüchliches – zum einen gehen seine Äußerungen in diese Richtung, zum anderen spricht er davon, die Anleihen würden am Geldmarkt gehandelt, was wiederum gegen Darlehensfinanzierungen spräche. Nachteil ist die feste Verzinsung, Vorteil ist, dass das Geld nach der »Rückzahlung« wieder verschwindet. Allerdings bleiben dann die Zinsen, die die Banken einnehmen, und die von uns allen bezahlt werden müssen.
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