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Schreiben ist erfüllend. Foto: Francois Loeb, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber

Wie Krokusse sprießen wöchentlich die kostenlosen und werbefreien Kurzgeschichten ins E Mail Postfach

Wie Krokusse sprießen wöchentlich die kostenlosen und werbefreien Kurzgeschichten ins E Mail Postfach

Bern, 6. März 2025

Hier ein Beispiel der blühenden Wochengeschichten und Dreisatzromane die kostenlos und werbefrei angefordert werden können und dann jeden Donnerstag 22 Uhr in Ihr Postfach geleitet werden. Jederzeit mit einem Klick wieder abbestellbar. Einfach ausprobieren!

Wochengeschichte

Augenbrauenschürzentango

Dieses Ploppup, oder ist der Fachausdruck Popup? Wer kann denn das ohne die Künstliche Intelligenz und Herrn Dr. Duden zu befragen wissen? Oh, all die modernen Bezeichnungen bringen mich beinahe um den Verstand, ganz abgesehen von den Anwendungen der Computertechnologie, besser bezeichnet (dies ohne Befragungen der oben Genannten und Ausgebannten) als Applikationen, auch Apps genannt. Diese erscheinen leider ohne Beipackzettel, die so manches klarifizieren würden. All die möglichen Wirkungen. Die Anwendungsformen. Die schädlichen Nebenwirkungen. Die Aufbewahrungsverpflichtungen, geschweige denn die Aufbahrungsverpflichtungen und Endsorgungen zu bezeichnen. Ja, mit einem d verziert und verifiziert, denn so einfach wird keiner die Apps wieder los, die sich einmal eingekrustet haben und beglücken, oft aber auch bepechen wollen.

Doch zurück zum Ploppup, ja, mit einem heftigen PLOPP meldet sich dieses Popup wieder und wieder auf meinem Rechner. Lädt ein zum »Augenbrauenschürzentango«, was das auch immer sein möge. Dieses oder dieser findet, das ist in Rot angegeben, im Bürgerhaus meines Stadtteils statt. Ich unternehme zu wiederholten Malen den Versuch, dieses aufpoppende Ding zu löschen. Es loszuwerden. Wieder und wieder mit wiederholten Versuchen. Das Ding aber erleuchtet mit roter Anmeldungsfarbe meinen Computer, sodass ich nicht weiterarbeiten kann. Daran gehindert werde. Mein Boss wird mir Lohnkürzungen verordnen, falls er meine Untätigkeit einst verorten kann. Wie nur kann ich Widerstand leisten? Das e im Wort einfügen? Wiederstand leisten. Doch da schlägt Dudens Korrektur Keule ebenfalls in roter Farbe zu. Ich bin zu wiederholtem Male ratlos. Mein digitales Kreativitätszentrum, es sitzt in meinen Finger , nicht Keulen, sondern Beeren, schlägt meinen Hirnwindungen und im speziellen der dritten von unten links vor, mich einfach einmal anzumelden, da eine Abmeldung aus verschnupften Gründen jederzeit möglich sein könne, wer wolle sich doch so einen »Augenbrauenschürzentango« vermiesen lassen. Bestimmt niemand, am allerwenigsten die Augenbrauen, auch nicht die eigenen.

So folge ich dem Rat der Beerenweisheit, melde mich für das Treffen im Bürgerhaus an. Bekomme sogleich in einem weiteren Popup die Bestätigung, gefolgt von einer unheimlich großen Anzahl an Schürzenangeboten, denn diese seien Pflicht, um zugelassen zu werden. Doch was, wenn dieses Popup ein Popdown wäre, das es auf mein Beerenwissen abgesehen hat, und einzig dieses Abgreifen, bewahre, gar angreifen möchte. Ich in Zukunft beerenlos dastehen könnte, was meinem Beruf als Paartherapeut schwersten Schaden zufügen würde. Denn statt kreative Lösungen anzubieten, wie eine Beziehung gerettet werden könnte, bliebe mir dann einzig der Rat, in Zukunft das Beispiel der zerrütteten Zu Kunft unseres Erdballs mit all seinen verrüttelten Protagonisten zu folgen, ganz einfach die Situationen, wie diese sich darstellen, haltlos zu akzeptieren, oder einer neuen #App zu folgen, welche die Zeit rückwärts laufen lasse, ganz ohne Garantie, nicht im Neandertal zu landen.

Jedenfalls, die Zeit drängt, denn die Veranstaltung im Bürgerhaus beginnt bereits in wenigen Stunden am heutigen Abend. Ich habe mich zuvor für eine der angebotenen Schürzen zu entscheiden, die obligatorisch getragen werden müssen, um den Eingang zu sichern. Geblümt oder gestreift? Ich liebe Rhomben, da ich diese im Gymnasium nie verstehen gelernt habe. Und finde tatsächlich eine entsprechende goldgelbschwarze Augenschürze mit der Garantie, koalitionsfrei zu sein. Diese würde mir dann am Eingang abgegeben, ich solle beachten vorpünktlich, dem Gegenteil von unpünktlich, zu erscheinen. Wie nur das mit dem Begehr meines Arbeitgebers auf Effizienz im Homeoffice in Übereinstimmung bringen? Nun, denke ich, die Zu Kunft wird es zeigen. Mache mich auf meine mit Rhomben verzierten Socken, barfuß und ganz ohne Rhomben an den Sohlen, was stört, aber zu akzeptieren ist, auf die Socken.

Vor dem Versammlungsort, dem Eventsaal, ein solcher muss es ja sein, denn Tango tanzen verlangt nach entsprechendem Raum, um nicht Zusammenstöße in Massen zu riskieren. Am Eingang erhalte ich nach dem Vorzeigen meiner digitalen ID ein großes Paket ausgehändigt, nachdem ich den verlangten Eintrittsobolus in dreistelliger Höhe entrichtet habe. Gut hat meine Kreditkarte den Entnahmerahmen für die Überziehung glatt und ohne jedes Wider bewilligt. In der Garderobe, in der ich meinen Überzieher abgebe, schnüre ich das Paket auf. In diesem ist ein weiteres verpackt. Und es geht wie in einer Matrjoschka weiter und weiter. Bei der letzten, kleinsten Mini Dose springt, als ich diese vorsichtig mit Knopfdruck mit meinen Fingerbeeren öffne, ein Popup direkt auf meine Augenbrauen zu, zwingt mich im Takt der ertönenden Tangoklänge, diese ob des Erlebten zu schürzen ... ...

Und als Bonus ein weiterer #Dreisatzroman aus meiner Feder

»Augenschürze«

Ob dem

Was mein

Hühnerauge

Sieht wiehert es

Laut und braut sein

Über starkes Osterbier.


Das wir dann gemeinsam

Einsam unbelehrt in

einem Zuge ex

Entleeren.


Heissa

Weisssa

Trallaramana

Was ist das Leben

Voller Überraschungen

Einzig mit Humor zu meistern

Nicht nur einmal einzig doch meistens.

Die Wochengeschichte und/oder der Dreisatzroman können stets auf der Homepage, dem Blog oder in der Vereinszeitschrift kostenlos aufgespielt werden: »Ich freue mich darüber«, so Francois Loeb.

Francois Loeb, Schriftsteller

François Loeb ist Schriftsteller aus Passion. Seit über 7 Jahren wird jede Woche eine neue Wochengeschichte aus seiner Feder an mehr als 900 Bezüger verschickt. Mehr …

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