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Bands Spiele Check: »Seti« von Czech Games Edition
Lippstadt, 4. März 2025
»Der #Weltraum. Unendliche Weiten. Wir befinden uns in einer fernen Zukunft.« Wer kennt es nicht, das bekannte Serienzitat. Bei mir kam da noch sehnsuchtssteigernd die #Yps Ausgabe Nummer 178 mit #Gimmick 1979, der Sternenkarte, die im Dunklen leuchtet, dazu, dass ich die Thematik der Weltraumforschung so faszinierend fand.
Kein Wunder also, dass mein Interesse und die Vorfreude auf »#Seti« sehr groß war. »Seti« von #Czech #Games #Edition, in der deutschen Ausgabe von #Heidelbär #Games, ist ein Spiel für 1 bis 4 Spieler in einem Spielalter ab 14 Jahren, die sich über eine Spielzeit von 40 Minuten pro Spieler auf die Suche nach außerirdischem Leben begeben.
Außerdem weckte »Seti« auch deswegen mein Interesse, weil es von vielen Spielern als die beste Neuerscheinung des Jahres 2024 eingestuft wurde. Und so einem Hype gehe ich natürlich immer gerne auf die Spur.
Man kann es vielleicht jetzt schon vorausschicken, dass »Seti« ein Spiel ist, das die Thematik der #Weltraumforschung auf eine fantastische Art und Weise umsetzt. Jedes Detail ist nachvollziehbar und das, ohne dass das Spiel zu technisch daherkommen würde. Niemand, der beim Aufhängen eines Bildes zu Hause zwei linke Hände hat, muss Angst haben, hier überfordert zu sein.
Aber es macht schon Spaß, seine Forschungsstation so auszubauen, dass man durch das Entsenden von Sonden auf anderen Planeten, das Scannen des Himmels und das Auswerten der zur Verfügung stehenden Daten Kenntnisse sammelt, die bei der Suche nach neuen Lebensformen helfen.
»Seti« wurde und wird immer mal wieder mit #Terraforming #Mars verglichen, einem Spiel, dass auch in meiner Topliste einen vorderen Platz belegt. Man wird aber grundsätzlich 2 Spielen nicht gerecht, wenn man sie miteinander vergleicht. So ist es auch bei »Seti« und Terraforming Mars der Fall. Ich möchte daher auch nicht weiter darauf eingehen.
Ein Prinzip, das mir auch schon bei »Die verlorenen Ruinen von Arnak«, von den beiden gleichen Verlagen sehr gut gefallen hat ist die Tatsache, dass man in seinem Zug eine Hauptaktion und beliebig viele Nebenaktionen tätigen kann. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht erst auf jede der Hauptaktionen eingehen. Aber die Anzahl der zur Verfügung stehenden Optionen ermöglicht es, einfach erstmal ins Spiel einzusteigen, vor sich hin zu spielen und dann nach und nach zu lernen, wie man seine Ressourcen am besten einsetzt und seine Züge am effektivsten aufbaut.
Denn eins ist klar: Vollständig lernen und beherrschen wird man dieses Spiel nach dem Lesen der Anleitung und der ersten Partie noch lange nicht. Macht aber auch nichts. Es macht einfach Spaß, sich mit seiner Forschungsstation zu beschäftigen, Sonden zu entsenden, Daten auszuwerten und Karten auszuspielen. Auch hier wieder der schöne Effekt, dass die Karten auf unterschiedliche Arten nutzbar sind.
Möchte ich die Karten ausspielen und ihre Effekte nutzen oder aber mein Grundeinkommen erhöhen. Dieses Abwägen beim Nutzen der Karten ist eine schöne taktische Variante, bei der man sich nachträglich so manches Mal denkt: »Ach, hätte ich bloß …« Aber es geht immer weiter, immer weiter. Keine der Aktionen bzw. Aktionsketten führt in eine Sackgasse, die einen Spieler unaufholbar ans Ende der Spielerunde schicken würde.
Dabei ist »Seti« nur in ganz wenigen Ausnahmefällen konfrontativ. Klar, wie im realen Leben der Weltraumforschung will jeder der Schnellste, der Erste und der Beste sein. Trotzdem ergibt sich im Spiel nie das unangenehme Gefühl des Wettkampfs. Selbst wenn und da verrät man sicherlich kein Geheimnis, es im Laufe des Spiels dazu kommt, dass man tatsächlich außerirdische Lebensformen findet, bricht nicht plötzlich die große Konfrontation aus. Vielmehr gilt es, sich auf die Eigenarten und die Besonderheiten der angetroffenen Spezies einzustellen und sie zu seinem Vorteil zu nutzen. In jeder #Partie werden wir im letzten Drittel des Spiels 2 von insgesamt fünf zur Verfügung stehenden Spezies entdecken. Welche 2 das sind, bleibt bis zu diesem Zeitpunkt verdeckt. Und auch das ist ein besonderer Clou des Spiels, mit dem so manche Partie zum Ende hin noch einmal richtig Fahrt aufnahm.
Beim ersten Aufbau hatte ich für einen kurzen Moment das Gefühl, dass vielleicht mein Esszimmertisch zum allerersten Mal nicht ausreichen könnte. Aber das gesamte Spielmaterial hat Hand und Fuß, ist wunderschön gestaltet und allein schon die Darstellung des Sonnensystems rund um die Sonne ist einfach nur fantastisch. Drei bewegliche Drehscheiben symbolisieren die Bewegungen im #Sonnensystem und so gilt es, sich bei seinem Zug immer wieder auf die neuen Begebenheiten einzustellen.
Wie oben schon gesagt, passt alles das, was man im Laufe seines Zuges machen kann, zu der Thematik und ordnet sich dem Thema wundervoll unter. All das was man macht, hat an anderer Stelle wieder Auswirkungen und natürlich probiert man im Laufe einiger Partien immer mal wieder etwas Neues aus, wobei es auch bei »Seti« nicht den einen Weg zum Erfolg gibt.
»Seti« vermittelt ein unglaublich positives Spielgefühl. Man gestaltet den Aufbau seiner Forschungsstation und wird an allen Ecken und Enten für sein Handeln belohnt. Ein Scheitern in dem Sinne gibt es eigentlich nicht, so dass selbst eine Niederlage im Wettrennen um die erste Position im #Weltall nicht wehtut.
In jeder Spielrunde werden zufällig und verdeckt zwei von fünf zur Verfügung stehenden Alienrassen ausgewählt. Dazu kommen variable Siegbedingungen und bei einem Kartendeck von nahezu 140 Karten wird. »Seti« so schnell nicht langweilig. Aber so ein Spiel schreit natürlich nach Erweiterungen. Bis es allerdings so weit ist, hat man mit dem Grundspiel noch viele spannende Stunden vor sich.
Denn neben dem wunderschönen Design und der fantastischen Umsetzung des Themas geht der Reiz des Spiels vor allen Dingen von der Tatsache aus, dass man versucht, mit jeder Partie besser zu werden, ein Gespür zu bekommen, wann man die Karten als Aktion ausspielt, wann man lieber Einkommen generiert oder die Karten für einen Bonus abwirft.
Die Suche nach außerirdischen Spezies wird in »Seti« in einem wundervollen Spannungsbogen erzählt. Anfangs hat man nur wenige Möglichkeiten, in seiner Forschungsstation rumzupröddeln. Aber je besser man seine anfänglichen Ressourcen einsetzt, um zum Beispiel seinen Bekanntheitsgrad zu steigern, je mehr Optionen stehen einem im Zug zur Verfügung und nach einiger Spielzeit nimmt die Partie an Fahrt auf. Erst recht, wenn es dann tatsächlich zur Entdeckung der beiden bis dahin unbekannten Lebensformen kommt.
Für mich hat sich der Hype, der sich um »Seti« bei und nach der Spiel 24 entwickelte, absolut bestätigt. Und nach »Die verlorenen Ruinen von Arnak« Czech Games Edition und der deutschen Ausgabe von Heidelbär Games das zweite Spiele dieser beiden Verlage, das den Weg in meine persönliche Topliste geschafft hat.
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