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Geschichte des Bürmann’s Hof Verl
Gütersloh, 2. März 2025
Der Hof Bürmann mit seiner über 1.000 jährigen Geschichte gehört zu den ältesten Bauernhöfen Verls. Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Verl (»dorp to verlo«) stammt von 1370. In dem Dokument ist von »vier Häusern und einer Mühle« die Rede, zu denen auch Bürmann’s Hof zählte. Das heutige Gebäude wurde 1698 errichtet und gehört zu den ältesten Fachwerkhäusern der Region.
Fachwerkhäuser im Verler Land
Die schlichte Giebelfassade ist typisch für die alten Fachwerkhäuser im Verler Land. Als »niederdeutsches Hallenhaus« beherbergte Bürmann’s Hof früher unter einem Dach Menschen, Vieh und Ernte. In der Mitte des wuchtigen Fachwerkgerüsts liegt die Deele mit dem großen Hoftor, die Grundkonstruktion des Hauses ist dort gut erkennbar. 2 senkrechte Ständerreihen tragen die waagerechten Dachbalken – eine Bauweise, die als »Zweiständer Fachwerkhaus« bekannt ist. Ursprünglich lagen beidseitig der Deele die Ställe für Kühe und Pferde, während sich am Ende der #Deele das #Fleet – ein #Wirtschaftsraum mit #Kochplatz und #Waschplatz – befand. Dahinter lagen die Wohnstuben. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Bauernhaus grundlegend verändert, nachdem Familie Bürmann ein neues Wohnhaus errichtet hatte. Die Deele wurde um mehrere Gefache verkürzt, und der Wohnbereich erhielt eine Ziegelfassade. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam ein Anbau mit Geschäftsräumen hinzu, die später die Unternehmen #Möbel #Beckhoff und #Elektro #Beckhoff begründeten. 1984/85 erfolgte der Umbau zur Gaststätte, wobei der traditionelle Charakter des Hauses bewahrt wurde.
Das Umfeld des Hofs Bürmann
Der »Althof« Bürmann war ursprünglich ein Vollmeierhof, wurde jedoch im frühen Mittelalter in 2 Halbmeierhöfe geteilt, woraus der Hof Hascheneick entstand. Dessen Fachwerkhaus diente später als #Pastorat des #Kirchspiels Verl. Eine alte Karte zeigt beide Hofhäuser mit ihren großen Bauerngärten. In unmittelbarer Nähe von Bürmann’s Hof steht ein weiteres denkmalgeschütztes Fachwerkhaus, ein »Dreiständerbau« aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Es war einst ein Heuerlingshaus des Hofs Bürmann und wurde 2003 umfassend saniert (heute Café Klüter). Auch das ehemalige Wohnhaus der Familie Voßhenrich gehörte zur Hofstätte Bürmann. Nach der Verlegung des Verwaltungssitzes des »Kantons Neuenkirchen« nach Verl 1838 wurden dort Diensträume für den Amtmann und die Post eingerichtet.
Bürmann’s Hof grenzt im Norden an den Kirchplatz mit der Sankt Anna Pfarrkirche. Seit der Errichtung der Annenkapelle 1512 entwickelte sich der #Kirchhof zur Keimzelle Verls. Bis heute befinden sich an der östlichen Seite des Kirchplatzes alte Ackerbürgerhäuser, die früher auch als #Gaststätten dienten – darunter auch Bürmann’s Hof, dessen Kneipe 1750 unter dem Namen »In der weißen Tauben« in einer Steuerliste geführt wurde. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts wurden auf dem Grund des Hofs Erbpächter angesiedelt, aus deren Betrieben sich entlang der Hauptstraße Geschäftshäuser und Handwerkshäuser entwickelten.
Bürmann’s Hof, mehr …
Kirchplatz 5
33415 Verl
Telefon +4952463447
www.buermanns-hof.de
Externer Inhalt, Location Bürmann’s Hof
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