Die Mönchengladbacher Prinzenpaare im Ornat – Prinzessin Niersia Kathrin, Prinz Alexander I., Kinderprinz Nicklas I. und Kinderprinzessin Melissa I. Fotos: Andreas Baum, Alexander und Kathrin de Blois, Ines Rehberg, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber
Kleider machen Leute – Ines Rehberg macht die Kleider
Düsseldorf, 25. Februar 2025
In der fünften Jahreszeit sind sie überall im Stadtbild zu sehen: Die Gardisten in ihren prunkvollen #Uniformen mit #Dreispitz und die #Tanzmariechen – oft mit geflochtenen Zöpfen – in ihren aufwendig verarbeiteten #Uniformjacken, plissierten #Miniröcken und Stiefeln.
Die Uniformgestaltung orientiert sich dabei meist an historischen Vorbildern – an Vorlagen vom 17. bis zum 19. Jahrhundert.
Von besonderer Pracht ist das Ornat (lateinisch »ornatus«, geschmückt, dekoriert) des Prinzenpaars, das durch seine kunstvollen Stickereien hervorsticht.
Um so ein Kleidungsstück herzustellen bedarf es Know how und Kreativität. Das beweist seit Jahren die am Niederrhein ansässige diplomierte Bekleidungsingenieurin Ines Rehberg.
In der niederrheinischen Karnevalshochburg Mönchengladbach arbeitet Ines Rehberg eng mit dem Mönchengladbacher Karnevalsverband (MKV) zusammen, der die Richtlinien für die Ornate vorgibt. Sie erläutert: »Beim Prinzen ist die Strumpfhose ein unbedingtes Muss, somit ist klar, dass die Hose kurz ausfällt.« Dennoch bleibt genug Spielraum, um auf die Wünsche von Prinz und Prinzessin einzugehen; so wie auch in dieser Session bei Prinz Alexander I. und Niersia Kathrin und beim Kinderprinzenpaar Prinz Nicklas I. und seiner Prinzessin Melissa. Denn: Am Oberteil kann man zahlreiche Details variieren.
Vor der Umsetzung erfolgen zahlreiche Besprechungen, das Maßnehmen und die Schnitterstellung. Danach läuft die kreative Fertigung auf Hochtouren. »Nichts wird dem Zufall überlassen,« beteuert die Bekleidungsingenieurin. Hochwertige und kostspielige Materialien wie u.a. Samt werden zugeschnitten, bearbeitet, genäht und gestickt. Apropos: Gestickt.
Ines Rehberg arbeitet auf einer fast 90 jährigen handgeführten Kurbelstickmaschine – Modell Cornely LG 3. Mit Hilfe des Kettenstichs wird ein Zierfaden auf dem Trägermaterial befestigt. So entstehen individuelle Muster, welche sich plastisch hervorheben und dem Kleidungsstück eine edle und geradezu königliche Note verleihen. Übrigens: Die Kurbelstickerei, Ursprung um 1780, ist ein fast ausgestorbenes #Handwerk. War es früher ein dreijähriger Ausbildungsberuf, so findet man heute kaum noch praktizierende #Kurbelsticker in Deutschland.
Abgerundet wird das prachtvolle Ornat mit abschließend auf die #Robe angebrachten Swarovski Steinen. Sie haben durch ihren besonderen Schliff eine tolle Lichtreflexion auf der Bühne – und bringen Glanz in jeden Auftritt der Tollitäten, die sich eine Session lang wie wahre Prinzen fühlen dürfen.
Ines Rehberg: »Es geht nicht um Massenfertigung, sondern um handwerkliche Maßfertigung. Denn … einmal Prinz zu sein … das Gefühl nimmt einem keiner!«
Ines Rehberg: Nach dem Abitur 1987 absolvierte sie eine Schneiderlehre mit anschließendem Gesellenjahr bei dem bekannten und charismatischen Düsseldorfer Couturier Hanns Friedrichs. Dort lernte sie nicht nur die hohe #Kunst der #Maßanfertigung, sondern kam auch dem Karneval sehr nahe. Im Anschluss folgte eine Ausbildung zur Schnitttechnikerin bei Müller & Sohn ebenfalls in #Düsseldorf. Um ihr Wissen zu komplettieren, studierte sie Bekleidungstechnik an der FH Niederrhein (heute #Hochschule) mit dem Abschluss Diplom Ingenieur Bekleidung. Mehr …
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