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Neue Osnabrücker #Zeitung: Mirko Drotschmann (»MrWissen2go«) warnt vor einer »Tiktokisierung« des Bundestags
#Osnabrück, 18. Februar 2025
Mirko #Drotschmann (38, »#MrWissen2go«), »YouTuber« und #Wissensjournalist, sieht in »#TikTok« eine Bedrohung der parlamentarischen #Kultur: »Die ›AFD‹ hat früh damit begonnen, ihre Reden auch auf die Social Media auszurichten und gezielt über die Reden Clips generiert. Andere Parteien ziehen langsam nach. Diese ›TikTokisierung‹ des Bundestags halte ich aber für eine schwierige Entwicklung«, sagte Drotschmann der »Neuen Osnabrücker Zeitung« (#NOZ). »Es geht dann fast nur noch um #Zuspitzung, #Polarisierung, #Emotionalisierung statt um die Sache.«
Drotschmann hält die Plattform des chinesischen Konzerns »ByteDance« für schwer zu bespielen: »›TikTok‹ hat eine eigene, nicht unkomplizierte Sprache. Von manchen Trends, habe auch ich noch nie gehört.« Das berge, so der 38 Jährige, die Gefahr von »Bauchlandungen«. So kommentierte Drotschmann einen Clip, in dem Kulturstaatsministerin Claudia Roth und das Führungsduo der »Grünen Jugend« den Trend »We listen and we don’t judge« übernommen hatten: »Das Video der ›Grünen‹ greift einen ›TikTok› Trend auf und ich denke auch, dass das ordentlich schiefgegangen ist. Man merkt, wenn jemand nicht authentisch ist. Olaf Scholz hat eine ähnliche Bauchlandung hingelegt, als er auf ›TikTok‹ seine Tasche durch die Gegend getragen hat. Aber selbst solche Misserfolge bringen Aufmerksamkeit.«
Umgekehrt sieht »MrWissen2go« die Plattform auch als Ursache politischer Erfolge: »Bei ›TikTok‹ hat zum Beispiel die ›Linke‹ aufgeholt, besonders deren Spitzenkandidatin Heidi Reichinnek. Wenn die ›Linke‹ ihre Umfragewerte im Vergleich zum Herbst teilweise verdoppelt hat, verdankt Reichinnek das vermutlich auch ihrem Social Media Team.«
Wesentliche Themen der 2,3 Millionen Erstwähler, so Drotschmann, hätten die Parteien im Wahlkampf ignoriert: »Viele junge Menschen interessiert das Bildungssystem: Warum wird unsere Schule nicht saniert? Warum lernen wir mit alter Technik? Dazu kommt zu wenig«, sagte Drotschmann. »In Schulen höre ich außerdem immer wieder die Frage: Kommt der Dritte Weltkrieg? Für solche fundamentalen Sorgen fehlen Schülern Ansprechpartner in der #Politik. Und das Wählen ab 16 auf Bundesebene ist meiner Meinung nach auch überfällig. Das stand im Koalitionsvertrag. Jetzt kommt es nicht, und das enttäuscht viele junge Menschen.«
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