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Neue Studie zeigt Potenzial der Teutoburger Wald Eisenbahnstrecke für den Güterverkehr
Kreis Gütersloh, 17. Februar 2025
Eine Potenzialstudie zur Reaktivierung der Teutoburger Wald Eisenbahnstrecke (#TWE Strecke) für den Güterverkehr ist abgeschlossen. Die Untersuchung, die von dem Betreiber der Nordstrecke, der LWS Lappwaldbahn Service GmbH (LWS) beauftragt sowie von den Wirtschaftsförderungen der Landkreise #Steinfurt, #Osnabrück und #Gütersloh unterstützt wurde, beleuchtet aus technisch logistischer Sicht die Verlagerbarkeit von Straßengüterverkehren auf die TWE Strecke und identifiziert notwendige Erfordernisse, Potentiale und Hemmnisse. Die Ermittlung und betriebswirtschaftliche Beurteilung von Investitionskosten sowie der Nachweis eines wirtschaftlichen Betriebs der Strecke war kein Gegenstand der Studie, da diese in einem zu entwickelnden Nutzungskonzept betrachtet werden müssen. Durchgeführt wurde die Studie von Experten der #Hochschule Osnabrück.
Streckenlänge von 100 Kilometern
Die TWE Strecke erstreckt sich über eine Streckenlänge von 100 Kilometern zwischen #Ibbenbüren und #Hövelhof und ist in Nord und eine Südstrecke unterteilt. Derzeit ist die Nordstrecke teilweise gesperrt, wird derzeit durch die LWS baulich so in Stand gesetzt, um eine grundsätzliche Befahrbarkeit dieses Streckenabschnitts zu ermöglichen. Die Südstrecke von Versmold bis Hövelhof wird von einzelnen Unternehmen für den Transport von Gütern bereits genutzt.
Verlagerung von Straßengüterverkehren auf die Schiene
»Ziel war es, das grundsätzliche Potenzial für die Verlagerung von Straßengüterverkehren auf die Schiene zu ermitteln und dafür notwendige Voraussetzungen sowie Maßnahmen zur Infrastrukturertüchtigung zu identifizieren«, erklärt Prof. Dr. Marcus Seifert von der Hochschule Osnabrück. Die Studie folgte einem mehrstufigen Ansatz: Neben einer detaillierten Bestandsaufnahme der TWE Strecke, bei der mögliche neue Verladestellen identifiziert wurden, wurde auch eine Marktanalyse durchgeführt. Hierzu erhielten Unternehmen entlang der Strecke einen Fragebogen zu ihren Logistikanforderungen und ihrem Interesse an der Nutzung der reaktivierten Bahnstrecke. Die Antworten wurden schließlich ausgewertet. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist das große CO2 Einsparpotenzial: Unternehmen könnten ihre Emissionen um bis zu 80 Prozent reduzieren, wenn sie auf die #Schiene umsteigen.
Marktanalyse mit 104 Unternehmen
Die Marktanalyse, die 104 Unternehmen einbezog, zeigt, dass 27 Unternehmen grundsätzlich Interesse an der Nutzung der Strecke haben. Dabei werden vor allem kombinierte Ladungsverkehre (das heißt Nutzung verschiedener Transportmittel wie #Lkw und #Bahn, während die Ladung im selben Behälter bleibt) und Stückgutverkehre als realistische Szenarien identifiziert. Potenzielle Nutzungsschwerpunkte liegen in den Regionen Ibbenbüren, Bad Iburg/#Georgsmarienhütte und Gütersloh. »Die Bahn kann eine umweltfreundliche Alternative zu Lkw Transporten sein. Besonders in Zeiten steigender CO2 Abgaben und Fachkräftemangels im Straßengütertransport kann die Schiene eine sinnvolle Ergänzung sein«, sind sich unter anderem Christian Holterhues von der »WESt« und Thomas Serries von der »WIGOS« einig.
Investitionen in Umschlaginfrastruktur
Die Studie zeigt, dass Investitionen in die Umschlaginfrastruktur entlang der gesamten TWE Strecke und die weitere Ertüchtigung der Strecke erforderlich wären, um die Voraussetzungen für eine effizientere Nutzung zu schaffen. Ein zentraler Punkt ist die Schaffung eines »Bahncoachs«, der als Ansprechpartner für Unternehmen fungiert und den Übergang zum Schienengüterverkehr erleichtert. »Unser Ziel ist es, eine leistungsfähige und zuverlässige Infrastruktur aufzubauen, die es Unternehmen erleichtert, ihre Logistik auf die Schiene umzustellen. Der Anfang ist mit der nahezu abgeschlossenen Ertüchtigung der Bahntrasse gemacht«, ergänzt Josef Högemann von der LWS #Lappwaldbahn Service GmbH. Die LWS wird auf Basis der Studie mit weiteren Partnern ein Nutzungskonzept entwickeln und weitere Schritte zur Reaktivierung der Strecke erarbeiten, um die Schiene als nachhaltige Transportalternative zu stärken. Die vollständige Studie …
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