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200 Jahre Gütersloh: Historisches, die »Badeanstalt« im Stadtpark Gütersloh
#Gütersloh, 10. Februar 2025
Die »Badeanstalt« im #Stadtpark – heute befindet sich hier das #Kurhaus #Güthenke. Ein Bad in der #Dalke kostete Anfang des 20. Jahrhunderts 10 Pfennig.
Kurhaus Güthenke: von der #Naturheilpraxis zur #Kuranstalt
Ende des 19. Jahrhunderts begann die Geschichte des Kurhauses Güthenke mit einem persönlichen Schicksal: Der Pavenstädter Schneidermeister Fritz Güthenke litt unter hartnäckigen Geschwüren und Furunkeln, gegen die die Schulmedizin keine wirksame Behandlung fand. Erst Solebäder und Dampfbäder brachten ihm Linderung und weckten sein Interesse an der #Naturheilkunde. Zunächst als Nebenerwerb begann er, #Massagen und Wasserbehandlungen anzubieten, bis er die Schneiderei schließlich vollständig aufgab und seine eigene Kuranstalt gründete.
Aufstieg zur anerkannten #Heilstätte
1907 zog das Institut von der Feldstraße in die Badstraße. Die neue Lage brachte zahlreiche Vorteile: Die Dalke lieferte reichlich und damals noch kristallklares Wasser, zudem verfügte das Gebäude dank der Nähe zur #Avenstroths #Mühle als eines der ersten in Gütersloh über #Elektrizität. Die Nachbarschaft zum #Prießnitz #Verein bot ein zusätzliches Potenzial an Kurgästen.
In den folgenden Jahrzehnten erlangte das Kurhaus überregionale Bekanntheit. 1930 umfasste das Behandlungsangebot bereits eine breite Palette von Anwendungen, darunter Wechselbäder, Massagen, Packungen, Kneipp’sche Güsse, Farblichtbehandlungen und Infrarotbestrahlungen. Die Patienten unterzogen sich zudem Schrothkuren, genossen Rohkost und Reformkost und praktizierten Freilichtgymnastik. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde die Einrichtung erweitert und verfügte schließlich über 55 Betten. Nach dem Tod von Fritz Güthenke 1934 führten sein Sohn Heinrich und später sein Enkel Klaus das Lebenswerk fort.
Schließung nach fast einem Jahrhundert Betrieb
Nach dem Zweiten Weltkrieg sank die Bettenzahl zunächst auf 20, konnte jedoch in den folgenden 10 Jahren wieder auf 35 erhöht werden. Ab den späten 1960er Jahren ließ die Nachfrage nach Kuren jedoch spürbar nach, sodass das #Luftkurbad 1974 endgültig geschlossen wurde. Hätte sich diese Entwicklung anders gestaltet, könnte Gütersloh heute womöglich den Titel »Bad Gütersloh« tragen. Heute dient das ehemalige #Kurhaus als Sitz der örtlichen Geschäftsstelle des Arbeiter Samariter Bundes (#ASB) und ist Teil vom #Wassererlebnispfad Dalke.
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