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Bisher nicht bekannter massiver Vitamin D Verbrauch während einer Chemotherapie und die Folgen
Durch die #Covid 19 #Pandemie ist klar geworden, dass ein Vitamin D Mangel einen sehr starken Einfluss auf den Verlauf einer #Infektion hat. Dazu gibt es inzwischen zahlreiche Beobachtungsstudien Studien wie die der #Universitätsklink #Heidelberg, die das Ergebnis ihrer Studie so zusammenfasst hat: »Bei unseren #Patienten war ein Vitamin D Mangel bereinigt um Alter, Geschlecht und Komorbiditäten mit einem 6 fach höheren Risiko für einen schweren #Krankheitsverlauf und einem etwa 15 fach höheren Sterberisiko verbunden«.
Die wichtigsten anderen Studien dazu werden hier erwähnt
Gütsel Online: Warum die starke Wirkung von Vitamin D auf den Verlauf von Infektionen bisher in Studien nicht nachvollzogen werden konnte. Interventionsstudien zeigen aber keine so deutlichen Ergebnisse, weil ein einfacher Effekt nicht beachtet wird, der auch bei einer #Chemotherapie zum Tragen kommt.
Dieser Effekt ist ein Massiver Vitamin D Bedarf des Immunsystems der immer dann auftritt wenn es das Immunsystem aktiv werden muss um Bedrohungen für den Körper zu bekämpfen. Bei #Medikamenten ist es selbstverständlich jeden Tag etwas zu ergänzen, bis die Bedrohung/Infektion vorbei ist, aber bei Vitamin D ist das nicht so, weil die wenigsten Ärzte bisher bemerkt haben, das der Vitamin D Bedarf während einer Infektion stark ansteigt.
Abhängig von der Dauer der Infektion kann dadurch ein schwerer Vitamin D Mangel auftreten, der sich nur dann sicher vermeiden lässt, wenn rechtzeitig große Mengen Vitamin D ergänzt werden. Einem ein #Arzt aus #Bamberg, der Patienten mit Autoimmunerkranken schon seit langem mit hohen Vitamin D Dosen behandelt, war dies wahrscheinlich schon zu Beginn der Pandemie klar, so das er 2020 eine Anleitung veröffentlicht hat, in der er empfiehlt während einer COVID 19 Infektion täglich 80.000 I. E. Vitamin D zu Supplementieren. Dr. Kersten, Bamberg, »Covid 19 – das können Sie tun!«
Normalerweise sinkt der Vitamin D Spiegel (25 (OH)D Wert) nur langsam, so das es auch in Studien nicht für nötig gehalten wird, diesen in kurzer Zeit mehrfach zu messen, zumal eine Messung relativ teuer ist. Deshalb wird 25 (OH)D meist nur einmal gemessen. Da führt in Studien zu Covid 19 Infektionen zu der fatalen Annahme, dass ein nach einer Infektion erfasster schwerer Mangel schon vor der Infektion bestand.
Dabei gibt es jede Menge Hinweise, dass das nicht so ist, wie zum Beispiel, dass bei etwa 30 Prozent derer, die eine Covid Infektion überstanden haben, nach der Infektion #Haarausfall beobachtet wird. Dieser ist eng mit einem Vitamin D Mangel verbunden, und wurde vor der Infektion nicht beobachtet.
Auch bei einer Chemotherapie tritt sehr häufig ein Haarausfall auf. Das liegt allerdings nicht nur einem auftretenden Vitamin D Mangel, sondern auch daran, das Zellen, die sich schneller teilen mehr von dem für Zellen schädlichen Chemotherapie Mittel aufnehmen.
Da bei mir, dem Autor dieser Publikation, im Mai 2024 ein #Darmkrebs entfernt wurde, und ich mich danach einer Chemotherapie mit Oxalplatin unterziehen musste, habe ich die Gelegenheit genutzt, um meinen Vitamin D Spiegel im Blut während der Behandlung mehrfach messen lassen. Anhand der Veränderung der Messergebnisse habe ich dann die Vitamin D Supplementation angepasst, um zu verifizieren ob die Berechnungen dazu stimmen.
Eine Woche nach Begin der Chemotherapie habe ich meinen 25 (OH)D Wert erstmals erfassen lassen. Da mir klar war, dass durch die vorausgehende Operation und die Portimplantation ein erhöhter Vitamin D Bedarf bestand, hatte ich zuvor etwa 30.000 I. E. pro Tag supplementiert, so das mein 25 (OH)D Wert bei 122 Nanogramm pro Milliliter lag. Das ist ein sehr hoher Wert, der durchschnittliche 25 (OH)D Wert der Bevölkerung liegt zwischen 20 und 30 Nanogramm pro Milliliter, je nachdem, ob Winter oder Sommer ist.
Nach der ersten Messung habe ich 14 Tage lang kein Vitamin D Supplementiert, und dann eine weitere 25 (OH)D Messung machen lassen. Das Ergebnis hat selbst mich überrascht, anhand des bekannten Vitamin D Verbrauches während einer Covid 19 Infektion von bis zu 2,5 Nanogramm pro Milliliter pro Tag, hatte ich mit einem Absinken des 25 (OH) Wertes von etwa 14 mal 2,5 Nanogramm pro Milliliter gleich 35 Nanogramm pro Milliliter gerechnet. Tatsächlich ist dieser aber in den 14 Tagen um 52 Nanogramm pro Milliliter gesunken, da bei der zweiten Messung nur noch ein 25 (OH)D Wert von 70 Nanogramm pro Milliliter erfasst wurde.
Fällt Ihnen etwas auf, wenn Sie den durchschnittlichen Vitamin D Spiegel der Bevölkerung von 20 bis 30 Nanogramm pro Milliliter kennen? Bei einem so schnellen Absinken des Vitamin D Spiegel könnte nahezu jeder schon während der ersten Chemotherapie Periode von 14 Tagen den Bereich des schweren Vitamin D Mangel erreichen. (30 minus 52 liegt weit unter dem Grenzwert 12 Nanogramm pro Milliliter). Als ich das im Gespräch mit einer Ernährungsberaterin in der Onkologie erwähnte, ergänzte sie, dass ein schwerer Vitamin D Mangel dort sehr häufig beobachtet wird.
Dieser #Mangel kann nicht nur auf #Haarausfall, #Fatigue und anderen Erscheinungen der Chemotherapie fördern, sondern auch die Wirkung einer Chemotherapie vermindern, das aber zum Schluss dieser Publikation. Anhand der 2 Messungen habe ich zunächst berechnet um wie viele Nanogramm pro Milliliter der 25 (OH)D Wert pro Tag abgesunken ist, das waren dann 52 Nanogramm pro Milliliter pro 14 Tagen gleich 3,7 Nanogramm pro Milliliter pro Tag.
Zur weiteren Berechnung kann einer der vielen Vitamin D Rechner im Internet verwendet werden. Der Einfachheit halber sollte dieser Rechner Eingabewerte mit Kommastellen verarbeiten können was nicht bei jedem Rechner möglich ist.
Hier ein Link zum Vitamin D Rechner von Reinhard Melz.
Um das Sinken von 3,7 Nanogramm pro Milliliter pro Tag zu verhindern muss mit dem Vitamin D Rechner einfach berechnet werden, wie viel Vitamin D täglich notwendig ist, um den 25 (OH)D Wert an einem Tag um 3,7 Nanogramm pro Milliliter zu erhöhen. Dazu wird das Körpergewicht benötigt.
Eingabewerte
Gewicht zum Beispiel 85 Kilo (mein Körpergewicht). Zielwert muss einfach um 3,7 Nanogramm pro Milliliter höher sein als Startwert, dabei kann Startwert frei gewählt werden – jetziger Wert zum Beispiel 20 Nanogramm pro Milliliter, Zielwert dann 23,7 Nanogramm pro Milliliter, Auffüllzeit 1 Tag, Nach einem Klick auf Berechnen wird ein Aufholbedarf von 44.000 I. E. für eine 85 Kilo schwere Person angezeigt.
Diese tägliche Dosierung soll also ein Abfallen des 25 (OH)D Wertes um 3,7 Nanogramm pro Milliliter pro Tag verhindern.
Das habe ich dann in den nächsten 14 Tagen nach der 2ten Messung geprüft, in dem ich täglich 40.000 I. E. Vitamin D (4 Tabletten à 10.000 I. E.) supplementiert habe. Danach habe meinen Vitamin D Spiegel erneut messen lassen mit dem Ergebnis, das dieser sich nur minimal verändert hat, nämlich von 70 Nanogramm pro Milliliter auf 70,4 Nanogramm pro Milliliter.
Das Ergebnis zeigt, dass bei mir tatsächlich rund 44.000 I. E. notwendig waren, um meinen Vitamin D Spiegel zu halten.
In den weiteren 35 Tagen danach habe ich die Dosierung auf 50.000 I. E. pro Tag erhöht, da ich meinen Vitamin D Spiegel wieder auf über 100 Nanogramm pro Milliliter anheben wollte. Grob gerechnet erhöht eine einmalige Einnahme von 10.000 I. E. den Vitamin D Spiegel um 1 Nanogramm pro Milliliter. Da von den 50.000 I. E. nach Abzug des Verbrauches diese 10.000 I. E. übrigbleiben, hatte ich ein Ansteigen des Vitamin D Spiegel von einem 1 Nanogramm pro Milliliter pro Tag erwartet, was einem Anstieg von 35 Nanogramm pro Milliliter in 35 Tagen entspricht.
Erwarteter Wert war also 70 plus 35 Nanogramm pro Milliliter gleich 105 Nanogramm pro Milliliter. Der gemessene Wert nach 35 Tagen lag bei 110 Nanogramm pro Milliliter. Auch in dieser längeren Periode haben sich für mich die grundsätzlichen Zahlen zum erhöhten Vitamin D Verbrauch während einer Chemotherapie bestätigt
Das Ganze habe etwas detaillierter in dieser Beschreibung zusammengefasst: Vitamin D Verbrauch während einer Chemotherapie.
Danach habe ich dann 40.000 I. E. Vitamin D täglich supplementiert, und nach dem Ende der Chemotherapie beobachtet, das der 25 (OH)D Spiegel bei dieser Dosierung anfing, wieder anzusteigen. Der Bedarf sank also, nachdem nicht mehr so viele Schäden der Chemotherapie zu reparieren waren. Entsprechen habe ich dann die Dosierung monatlich um 10.000 I. E. gesenkt und bin jetzt wieder bei einer täglichen Dosis von 10.000 I. E. angekommen.
Nun zu meiner Aussage, dass ein Vitamin D Mangel die Wirkung einer Chemotherapie einschränkt. Als ich zum 1. Mal danach gegoogelt habe, was eine klassische Chemotherapie eigentlich bewirken soll, kam ich schnell zu dem Punkt, das eine Chemo als auch eine Strahlentherapie in Tumorzellen das ausgeschaltete Selbstmordprogramm (Apoptose) wieder aktivieren soll.
Zur Steuerung von Zellaktivitäten und auch zu Aktivierung eines solchen Selbstmordprogrammes müssen in der Zelle Genschalter gesetzt werden. Damit geht es auch bei diesem Vorgang um Vitamin D, weil zum Setzen der Genschalter zwingend Calcitriol (die aktive Form von Vitamin D) benötigt wird.
Ein #Calcitriol Mangel in der Zelle kann somit eine Apoptose verhindern, das nutzen zum Beispiel Viren aus um ihr Überleben zu sichern. Wenn Zellen bemerken, dass sie von Viren befallen sind, versuchen sie eine #Apoptose einzuleiten um sich und damit auch das Virus zu zerstören. Um das zu verhindern blockieren Viren, die eine Zelle befallen haben die Vitamin D Rezeptoren (VDR) der Zelle, so dass diese sich weniger Calcitriol aus dem Blut greifen können, was dazu führt, dass das Selbstmordprogramm nicht aktiv wird. Die Zelle mit dem Virus lebt dann weiter und streut Viren aus.
Calcitriol, die aktive Form vom Vitamin D, erzeugt der Körper durch eine Umwandlung der Speicherform von Vitamin D in der Niere. Hinweis: Die Speicherform von Vitamin D heißt Calcidiol oder 25 (OH)D. Im Folgenden wird 25 (OH)D verwendet um Verwechselungen mit Calcitriol zu vermeiden.
Steht genügend 25 (OH)D zur Verfügung, kann der Körper den Calcitriol Spiegel in etwa konstant gehalten.Steht aber zu wenig 25 (OH)D zur Verfügung (schwerer Vitamin D Mangel), funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr und der Calcitriol Spiegel im Blut fällt ab.
Auch das führt zu einem Calcidiol Mangel in der Zelle, da es den Zellen durch die größere Verdünnung schwerer fällt, sich über Vitamin D Rezeptoren Calcitriol aus dem Blut zu greifen.
Die Blockade der Vitamin D Rezeptoren (VDR) einer Zelle bewirkt also das Gleiche wie ein niedriger Vitamin D Spiegel im Blut, nämlich einen Calcitriol Mangel in der Zelle, mit den entsprechenden Folgen.
Sinkt also bei einer Chemotherapie der 25 (OH)D Wert so stark ab, dass der Calcitriol Spiegel nicht mehr gehalten werden kann, kann dadurch auch in den von Krebs befallen Zellen ein Vitamin D Mangel auftreten, der eine Apoptose verhindert. Die Chemotherapie wirkt dann nicht mehr, oder nicht mehr so gut, es entsteht eine Resistenz.
Universitätsklinikum Mainz: Vitamin D unterstützt Behandlung von Therapieresistenzen. »[…]Wissenschaftler fanden heraus, dass die kombinierte Behandlung von Vitamin D und Cisplatin zum vermehrten Absterben selbst von Cisplatin resistenten Tumorzellen führte. Vitamin D alleine zeigte keine Auswirkung auf das Überleben der Krebszellen. Die Kombination bewirkte eine erhöhte Bildung des sogenannten BIM Eiweißes in den Krebszellen. Dieses ›Selbstmordprotein‹ leitet den programmierten Zelltod ein. Dabei handelt es sich um ein natürliches Schutzprogramm der Zelle, welches jedoch im Zuge der Resistenzentwicklung in Tumorzellen häufig inaktiviert wird.«
Möglicherweise entwickelt sich Resistenzen nur deshalb, weil der Vitamin D Spiegel während der Chemotherapie fällt.Longitudinale Messungen des 25 (OH)D Wertes mit entsprechender Vitamin D Substitution könnten das klären.
Ich glaube auch, dass ich durch das Vermeiden eines Vitamin D Mangels während der Chemotherapie deutlich weniger Nebenwirkungen hatte als üblich.
In den Wochen in der die Chemotherapie von Montag (ambulant) bis Mittwoch (Pumpe abgeben) lief, konnte ich keine Bäume ausreißen aber zumindest normal meiner Arbeit nachgehen (Hardware Entwickler). Dadurch hatte ich in den 15 Wochen der Chemotherapie nur 7 Fehltage, das waren die Tage an denen ich in der #Onkologie behandelt wurde.
In der Woche der Chemotherapie war ich müder als üblich und auch nur kurze körperliche Anstrengungen führten zum Beispiel zu Missempfindungen um den Mundbereich herum. Einige Effekte wie #entzündete #Schleimhäute im Mundbereich und leichter Durchfall traten aber nur am Anfang auf, und ließen bei Folgehandlungen nach. Zum Wochenende hin vermindern sich dann Effekte der Chemotherapie wie heiß/kalt Gefühlsstörungen, und taube Lippen bei Anstrengung. In der Chemotherapie freien Woche waren die Symptome so weit abgeklungen, das ich sogar zum Sport gehen (Squash) konnte, hatte aber nur etwa die Hälfte der normalen Kondition.
Nur etwa 30 Prozent meiner Haare haben die Chemotherapie überlebt, wobei mir interessanterweise die meisten Haare in den 14 Tagen ausgefallen sind in denen ich kein Vitamin D genommen habe. Das kann Zufall sein oder man verliert in diesem Zeitraum üblicherweise mehr Haare, aber es könnte auch sein, dass auch das Vitamin D3 (Cholecalciferol), das man Supplementiert einen direkten Einfluss auf die Haarwurzeln hat. Hier werden in der Zukunft sicherlich noch einige Zusammenhänge gefunden werden.
Dazu muss allerdings erst einmal das Dogma in den Köpfen der Ärzte und Forscher überwunden werden, dass der Vitamin D Spiegel immer nur sehr langsam sinkt, und man deshalb immer nur eine Messung benötigt, um Aussagen über Zusammenhänge zwischen Erkrankungen und dem 25 (OH)D Wert zu machen.
Da das noch einige Zeit dauern wird, kann bis dahin kann ich jedem, dem eine Chemotherapie droht, raten, möglichst schon vor Begin der Chemotherapie einen Vitamin D Spiegel von deutlich über 50 Nanogramm pro Milliliter besser 80 Nanogramm pro Milliliter anzustreben.
Ohne Supplementation liegt dieser typischerweise zwischen 10 und 30 Nanogramm pro Milliliter. Um auf 80 Nanogramm pro Milliliter (von 20 Nanogramm pro Milliliter) zu kommen fehlen Gewichtsabhängig erst mal rund 600.000 I. E. Vitamin D. Genauer kann man sich die Auffülldosis mit einem Vitamin D Rechner berechnen lassen. Ist der Speicher aufgefüllt, empfiehlt sich eine Messung des 25 (OH)D Wertes.
Um den 25 (OH)D Wert während der Chemotherapie zu halten kann man sich erst einmal mit einem Vitamin D Rechner berechnen lassen, wie viel man benötigt, um den Verbrauch von etwa 3,7 Nanogramm pro Milliliter pro Tag zu kompensieren. Das sind bei einem Gewicht von 85 Kilo etwa 44.000 I. E. pro Tag. Wenn man diese Dosierung 14 Tage lang eingenommen hat, empfiehlt sich eine weitere Messung des 25 (OH)D Wertes um anhand der Differenz zur ersten Messung zu sehen, ob man die Dosierung anpassen muss.
Bei den hier genannten Dosierungen bekommen viele Ärzte Kopfschmerzen, wenn man sie danach fragt, weil diese meistens nur gehört haben, dass das gefährlich ist. Hat man Glück wissen diese immerhin, dass das einzige Risiko einer Hochdosis Vitamin D Supplementation ein mögliches Ansteigen des Kalziumspiegels ist, der zu einer Hyperkalzämie führen kann.
Genaueres dazu finden Sie dazu in der Anleitung »COVID 19 Das können Sie tun!« von Dr. Kersten zu der oben einen Link gibt.
Da er in der Anleitung eine tägliche Dosierung von 80.000 I. E. Vitamin D während einer Covid 19 Infektion empfiehlt, hat er ein Kapitel in der Anleitung dem Risiko Hyperkalzämie, und wie man diese rechtzeitig erkennt, gewidmet. »[…] Keine Angst vor Nebenwirkungen ! Auch bei diesen hohen Dosierungen bleiben die Calciumwerte in aller Regel im Normbereich […] noch ein Hinweis: Personen, die diese Dosierung einnehmen, sollten den Calcium Spiegel im Blut nach 4 und nach 12 Wochen kontrollieren lassen! Der Calcium Spiegel bleibt in der Regel normal oder sinkt sogar ab! Hypercalcämien kommen extrem selten vor.«
Bei mir wurde ohnehin der Kalziumwert während der Chemotherapie alle 14 Tage erfasst, so dass dafür nicht einmal eine extra Messung notwendig war. Auch nach der Chemotherapie sollte man auf einen guten Vitamin D Spiegel achten, damit lässt sich die Rückfallquote reduzieren. DKFZ 2023: Verringerte Krebssterblichkeit bei täglicher Vitamin D Einnahme.
»In der Zusammenfassung der zehn Studien mit täglicher Dosierung ermittelten die Forscher dagegen eine statistisch signifikante Verringerung der Krebssterblichkeit um 12 Prozent. ›Diese zwölfprozentige Reduktion der Krebssterblichkeit haben wir nach ungezielten Vitamin D3 Gaben an Personen mit und ohne Vitamin D Mangel beobachtet. Wir können daher davon ausgehen, dass der Effekt für diejenigen Menschen, die tatsächlich einen Vitamin D Mangel aufweisen, erheblich höher ist.‹«
Bisher war nur die Rede von Vitamin D, aber zu Vitamin D gehören noch die Kofaktoren Magnesium und Vitamin K 2.
Diese kann man sich mit diesem Vitamin D Rechner berechnen lassen.
Auch möchte ich noch auf #Selen hinweisen, durch das eine Chemotherapie besser vertragen wird. Krebsgesellschaft NRW: Selen und Brustkrebstherapie. »[…] Es ist wissenschaftlich belegt, dass onkologische Therapien bei höheren Selenwerten im Blut signifikant besser verträglich sind. Es wird daher empfohlen, den Selenspiegel zu kontrollieren und einen etwaigen Mangel auszugleichen.«
Dies ist wahrscheinlich die 1. »Fallstudie« in der der untersucht wurde, wie stark der Vitamin D Bedarf während einer Chemotherapie ansteigt. Obwohl schon etliche Zusammenhänge zwischen dem 25 (OH)D Wert und Krebs erforscht wurden, ist noch niemand auf die Idee gekommen, den 25 (OH)D Wert während einer Chemotherapie longitudinal zu erfassen.
Möglichweise ändert sich die Einstellung zu Vitamin D in der Onkologie schon in den nächsten Jahren, da ich die obigen Informationen zu verschieden Onkologischen Zentren geschickt habe und diese dort reges Interesse geweckt haben. Da sich Veränderungen in Medizin aber meist nur sehr langsam durchsetzen, vor allem dann, wenn es um nicht patentierbare Stoffe geht, kann das auch länger dauern.
Behalten sie daher im Hinterkopf, dass der Vitamin D bedarf des Körper stark ansteigt, wenn das Immunsystem mehr arbeiten muss als üblich. Das ist bei Infektionen, Operationen, Chemotherapie und auch bei Impfungen der Fall.
Je länger das Immunsystem arbeiten muss, umso größer wird die Gefahr, das es zu einem schweren Vitamin D Mangel kommt, der fatale Folgen haben kann.
Eine Covid 19 Infektion verläuft typischerweise mehrere Tage lang etwa gleichmäßig, bis sie sich um den 10. Infektionstag herum plötzlich stark verschlechtert. Das ist sehr wahrscheinlich der Tag, an dem der Vitamin D Vorrat im Blut verbraucht ist, und es dadurch zu einer #Sepsis (Zytokinsturm)kommt.
Michel Nehls: #Interview, Corona – wirksamer Schutz mit Vitalstoffen?
Bei kurzeitigen Beanspruchungen wie Infektionen kann man sich durch einen normalen Vitamin D Spiegel von über 50 Nanogramm pro Milliliter weitgehend vor einer Verschlechterung des Verlaufes schützen. Der 25 (OH)D Wert kann dann während der Infektion um 38 Nanogramm pro Milliliter sinken ohne das es zu einem schweren Mangel (weniger als 12 Nanogramm pro Milliliter) kommt. Das entspricht einer Reserve von etwa 380.000 I. E.
The Hindu, NIMS Studie: Hohe Vitamin D Spiegel reduzieren COVID Infektion. »[…] Dr. Maheshwar beobachtete auch, dass weniger als 5 % der Menschen an COVID 19 erkrankten, wenn der Vitamin D Spiegel bei ihnen mehr als 55 Nanogramm pro Milliliter betrug. Die Sterblichkeit von COVID Patienten ist nahezu null, wenn der Vitamin D Spiegel 60 Nanogramm pro Milliliter betrug, und sie ist sehr hoch, wenn der Vitamin D Spiegel weniger als 30 Nanogramm pro Milliliter beträgt.«
Da eine Chemotherapie aber meist mehrere Monate dauert, kann gar nicht so viel Vitamin D im Blut sein, dass es bis zum Ende der Behandlung ausreicht. Ich habe während der 107 Tage langen Behandlung rund 107 mal 40.000 I. E. gleich 4,3 Millionen I. E. Vitamin D supplementiert. Während einer Chemotherapie ist also eine tägliche Vitamin D Ergänzung sinnvoll, damit die gewollte Wirkung der Chemotherapie nicht schon ab der 2ten Behandlung nachlässt, und die Chemotherapie insgesamt wahrscheinlich auch sehr viel besser überstanden wird.
Informationen zum Vitamin D Verbrauch, Covid 19 und Long Covid finden sie unter www.kiwiw.de. Bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion falls Sie ähnliche Beobachtungen zur Veränderung des 25 (OH)D Wertes während einer Chemotherapie oder während einer Infektion festgestellt haben.
Christian Wiechering, Kiel.
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