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Der Dschungelcamp After Show Talk ist noch viel schlimmer und Noam Chomsky
Gütersloh, 30. Januar 2025
Das »Dschungelcamp« von RTL hat zwar Fernsehpreise gewonnen, gilt aber manchem als »Unterschichtenfernsehen« – ein Begriff, den Harald Schmidt einst prägte. Noch viel schlimmer ist aber der After Show Talk. Teilnehmer, ehemalige Teilnehmer und andere Leute stammeln vor sich hin, bewerten andere, ziehen über andere her, und über allem schweben histrionische Persönlichkeitsstörungen, hebephrene Schizophrenie, Illiteralität, Sprachdefizite und g’schmusiges Wohlwollen sowie ebensolche Ablehnung und gnadenlose Selbstdarstellung.
Ein Lichtblick der Show selbst ist die #Ironie von #Sonja #Zietlow, die bewiesen hat, dass sie kognitiv überdurchschnittlich befähigt ist – sie ist Deutschlands erste #Verkehrspilotin. Von 1991 bis 1993 arbeitete sie als Erster #Offizier im #Cockpit einer #Boeing 737.
Zugegeben – das ganze ist teilweise durchaus unterhaltsam. Aber im Hinblick auf Kultur und Gesellschaft dürfte der Impact zumindest fragwürdig sein. Es passt indes ins Raster der »10 Manipulationsstrategien« von Noam Chomsky, dem emeritierten Professor für Linguistik am #Massachusetts #Institute of #Technology (MIT) und bekannten #Linguisten und Gesellschaftskritiker.
Noam Chomskys 10 Taktiken der Manipulation
Noam Chomsky hat 10 zentrale Taktiken identifiziert, mit denen #Medien und politische Akteure die öffentliche Meinung gezielt beeinflussen. Diese Manipulationstechniken, die oft subtil und dennoch wirkungsvoll sind, dienen dazu, Machtstrukturen zu festigen und kritisches Denken einzudämmen. Ein Blick auf diese Methoden zeigt, wie öffentliche Wahrnehmung gesteuert und gelenkt wird. Er sieht diese Taktiken allerdings nach eigenem Bekunden nicht als #Strategie und betrachtet sie als nicht verschwörerisch.
Chomskys Analyse zeigt, wie durch gezielte Manipulation eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Missständen erschwert wird. Ein bewusster Umgang mit diesen Taktikten kann dabei helfen, sich der Einflussnahme durch #Medien und #Politik zu entziehen und eine fundierte, selbstbestimmte #Meinung zu entwickeln.
1. Ablenkung als Kontrollinstrument
Eine der effektivsten Taktiken besteht darin, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von wesentlichen Themen abzulenken. Durch eine Flut an irrelevanten oder unterhaltsamen Informationen wird verhindert, dass sich Menschen mit entscheidenden gesellschaftlichen Problemen befassen. So bleibt der politische Diskurs oft oberflächlich.
2. Probleme erzeugen, um Lösungen anzubieten
Diese als »Problem Reaktion Lösung« bekannte Technik sorgt dafür, dass erst künstlich Krisen oder Bedrohungen geschaffen werden, um anschließend Maßnahmen durchzusetzen, die andernfalls auf Widerstand stoßen würden. Beispiele sind verschärfte Sicherheitsgesetze nach Terroranschlägen oder wirtschaftliche Krisen, die Kürzungen im Sozialstaat rechtfertigen.
3. Veränderungen schrittweise durchsetzen
Unpopuläre Maßnahmen werden oft über Jahre hinweg in kleinen Schritten eingeführt, um Widerstand zu minimieren. Sozialabbau, Privatisierungen oder Deregulierungen wären in einem abrupten Prozess schwer durchzusetzen, können aber durch schrittweise Implementierung gesellschaftliche Akzeptanz finden.
4. Entscheidungen hinauszögern
Regierungen und Unternehmen stellen unpopuläre Reformen als »notwendiges Übel« dar, das erst in ferner Zukunft umgesetzt wird. Die Menschen gewöhnen sich an die Idee und nehmen die Maßnahmen später resigniert hin.
5. Die Bevölkerung wie #Kinder behandeln
Werbekampagnen und politische Kommunikation bedienen sich oft einer vereinfachten, kindlichen Sprache. Dadurch wird die Bevölkerung unbewusst in eine passive, wenig hinterfragende Haltung gedrängt, die eine kritische Reflexion erschwert.
6. #Emotionen statt #Rationalität ansprechen
Anstatt auf Fakten und Argumente zu setzen, werden Emotionen gezielt angesprochen. Angst, Wut oder Mitgefühl lenken von einer rationalen Analyse ab und erleichtern es, bestimmte Maßnahmen durchzusetzen.
7. Bildung und Wissen begrenzen
Indem die #Qualität der #Bildung niedrig gehalten wird, bleibt ein Großteil der Bevölkerung in Unwissenheit über wirtschaftliche und politische Mechanismen. Dies erschwert es, Machtstrukturen zu hinterfragen und Alternativen zu fordern.
8. #Mittelmäßigkeit als Ideal fördern
Durch #Medien und #Popkultur wird das Bild vermittelt, dass es erstrebenswert sei, ungebildet, oberflächlich, vulgär und unkritisch zu sein. Dies verhindert, dass Menschen ihre intellektuellen Potenziale ausschöpfen und sich aktiv für gesellschaftliche Veränderungen einsetzen.
9. Schuldgefühle verstärken
Anstatt soziale Ungleichheiten oder wirtschaftliche Missstände als strukturelle Probleme zu erkennen, wird dem Einzelnen die Verantwortung für sein Scheitern zugeschoben. Diese Taktik führt dazu, dass sich Menschen entmutigt zurückziehen, anstatt sich gegen ungerechte Verhältnisse aufzulehnen.
10. Menschen besser analysieren als sie sich selbst
Durch Fortschritte in #Psychologie, #Neurobiologie und #Datenanalyse haben Eliten ein tiefes Verständnis über das Verhalten der Menschen entwickelt. Dieses Wissen ermöglicht es, Meinungen und Konsumverhalten gezielt zu steuern – oft ohne dass sich die Betroffenen dessen bewusst sind.
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