Auch vor rund 100 Jahren blies manch starker Wind. Ob es hier am Möhnesee der »Ordenwind« war, ist allerdings nicht belegt. Foto: Rudolf Lindemann, LWL, KI erweitert, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber
LWL präsentiert Wort des Monats: »Ordenwind« zur Winterzeit
Westfalen, 10. Januar 2025
Das plattdeutsche Wort »#Ordenwind« hat weder etwas mit einer religiösen Gemeinschaft noch mit einer Auszeichnung in Form eines Ordens zu tun. Vielmehr bezeichnet es im südwestlichen Münsterland ein Naturphänomen: den Nordwind. Wohin das »N« vom #Nordwind im plattdeutschen Wort des Monats verschwunden ist, wissen die Sprachwissenschaftler:innen des »Landschaftsverbandes #Westfalen #Lippe« (#LWL).
»Wir finden im Plattdeutschen einige Beispiele für Wörter, die eigentlich mit dem Buchstaben ›N‹ beginnen, bei denen die Verbindung von Artikel und Substantiv aber zu einem Wegfall des ›N‹ geführt hat«, erklärt Markus Denkler, Geschäftsführer der Kommission für #Mundart und Namenforschung beim LWL. Die Wörter »ut den Norden« ergeben hintereinander gesprochen »utdenorden«, wobei eine Unsicherheit darüber entstehen kann, ob der Buchstabe »N« nur zum Artikel oder auch zum Substantiv gehört. »Da das Plattdeutsche hauptsächlich als gesprochene Sprache existiert«, so Denkler weiter, "gibt es keine Schriftfassung mit einer konservierenden Wirkung.« Darum müsse die Wendung »utdenorden« reanalysiert werden als »ut den Orden«, und dementsprechend der »Nordenwind« als »Ordenwind«. Ein weiteres Beispiel für den Schwund des »N« aufgrund einer Verschmelzung ist das Wort »Affel«, mit dem im Platt des Tecklenburger Landes der (Bauch-)Nabel bezeichnet wird.
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